25 Jahre prosa Architektur + Stadtplanung, das sind rund 350 Projekte, 85 Menschen und unzählige Pläne, Modelle, Besprechungen, Baustellen … und vermutlich ziemlich viele Becher Kaffee und Tee.
2001 wurde das Büro von Ellen Kloft, Sven Kling und Georg Rombusch in Darmstadt gegründet, damals als prosa Architektur + Grafik. 2004 kam Gero Quasten dazu, seit 2017 führt er das Büro gemeinsam mit Katharina Rauh. Heute planen sie mit 28 Kolleg*innen Gebäude und Stadträume, von Schulen und Sportbauten bis zu Wohnungsbau und öffentlichen Räumen.
Was sich durch die vergangenen 25 prosa-Jahre zieht, ist die Haltung zu Verantwortung und Zusammenarbeit. Seit 2023 ist das Büro nach den Kriterien der Gemeinwohlökonomie zertifiziert. Dazu gehört für prosa auch, das eigene Handeln immer wieder zu hinterfragen: Wie wird miteinander gearbeitet? Gibt es Raum für Kritik und Mitbestimmung? „Wir verstehen Planung als gemeinschaftliches Projekt“, sagt Gero Quasten. „Ein ‚Machen-wir-immer-so‘ gibt es dabei nicht – Anforderungen und Bedürfnisse dürfen sich im Planungsprozess unter Beteiligung aller wichtigen Akteur*innen weiterentwickeln.“ Also: zuhören, diskutieren, ausprobieren, gemeinsam weiterkommen. Wie unterschiedlich das aussehen kann, zeigen die Projekte: Beim SOS-Kinderdorf in Niederseelbach und der Grundschule in Raunheim etwa entstanden Wohn- und Bildungsräume in Holzbauweise. In Rodgau-West wurde auf 46 Hektar ein neues Quartier mit unterschiedlichen Wohnformen, Grünachsen und einem eigenen Mobilitätskonzept entwickelt. Der Sport- und Bildungscampus in Bürstadt verbindet Holz- und Lehmbau mit passiven Strategien und erneuerbarer Energie.
Und wie blickt prosa auf die Zukunft? Katharina Rauh hat darauf eine Antwort, die typisch für prosa ist: „So wie bisher auch: Wir machen prosa – nicht Lyrik –, einfach richtig gute Alltagsarchitektur! Wir planen heute für morgen, auf eine Art, die auch ein Übermorgen ermöglicht!“ Auf die nächsten 25 Jahre!
