• Über friends of Marlowes
  • Kontakt

Zukunftstandort am Probshof, Bonn

221043_Ksg_Westside2

Blick ins Quartier. (Visualisierung: ©kister scheithaer gross)

Beim städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb „Zukunftsstandort am Probsthof/Gerhard-Domagk-Straße“ in Bonn hat „keylab“, das Berliner Büro von ksg architekten, den ersten Preis geholt.

221043_Ksg_Westside_Lage

Lageplan

Im Osten des Entwicklungsareals „west.side“ wird ein neuer Quartierseingang geschaffen – mit Wohn- und Bürogebäuden, vielen grünen Freiflächen und Aufenthaltsorten sowie Zugang für Fuß- und Radverkehr. Der Entwurf arbeitet mit prägnanter und einfacher Architektur und setzt bei Freiräumen und Verkehr ganz auf Nachhaltigkeit. Am Eingang des Quartiers wollen wir zwischen herrlichen Bestandsbäumen einen Vorplatz schaffen, der sich perfekt für Cafés eignet. Die Straße wird als „Promenade“, als öffentlicher Ort geplant. Der „Straßenraum“ wird mit Bäumen in seiner Richtungsführung gestärkt und mit spielerischen Sitzmöbeln als ein kommunikativer Raum inszeniert, bei dem die Fußgänger, Fahrradverbindung und der Aufenthalt (Studenten) und nicht das Auto im Vordergrund stehen. Der Blick in die Promenade mach schon von weitem deutlich, dass es sich hier um keine gewöhnliche Erschließungsstraße handelt. Taxi, Anlieferung und Rettungsfahrzeuge benutzen einen shared space.

Grüner Parkraum

221043_Ksg_Westside1freiflächen

Skizze zum Freiraumkonzept

Der Parkraum wird als grüne Mitte geplant, die als Aufenthaltsort dient, sich durch Versickerung aber auch positiv auf das Klima auswirkt. Er wird nicht mit einer Tiefgarage unterbaut und erhält statt dessen eine topographische Ausmuldung für eine Starkregenpufferung im Sinne der „Schwammcity“ und als guten Pflanzgrund für Bäume. Da Regenwasser des Quartiers wird hier gesammelt und bis zur Versickerung gepuffert. Bäume und Freiflächen zum Spielen und Sport soll es geben. Das Quartier bekommt damit eine grüne Mitte .

Der städtebaulichen Duktus der Ziegelbauten des BMI werden aufgegriffen, um , stadträumliche eine Querachse anzulegen, an deren Schnittstelle mit der Promenade der diese grüne Mitte liegt.

2243_ksg_Bonn_Grundrisse

Grundrisse EG (links) und OG.

Wohnen und Arbeiten

Zwei Riegelbauten und ein U-förmiger Baukörper dienen dem Wohnen. In der Mitte des U-förmigen Baukörpers verläuft die „Grundstücksgrenze“ zweier Eigentürmer. Entweder wird hier ein gemeinsames Projekt initiiert oder zwei getrennte Wohnbauten errichtet, die
mit einer Brandwand aneinandergrenzen. Die Wohnungsriegel haben jeweils einen Treppenraum, der so entworfen ist, dass es einen zweiten Rettungsweg über einen außenliegenden Fluchtbalkon gegeben ist. Die Feuerwehr braucht deshalb nicht um die Gebäude und das Blockinnere zu fahren.

221043_Ksg_Westside1

Wintergärten und auf Modulen basierende Holzbausweise sollen den Gebäuden ihre besondere Ausstrahlung verleihen. (Visualisierung: ©kister scheithaer gross)

Die Bürosolitäre, die den Park flankieren, werden eine neue zeitgemäße Arbeitsatmosphäre anbieten. Flexible konzentrierte Arbeitsräume und Wintergärten zur Kommunikation im Sinne gemeinsamer Co-Working-Flächen. Es können auch erdgeschossig überbaute großflächige Nutzungen integriert werden z. B. MakerSpaces oder andere gewerbliche Abteilungen.

Die Bauten sind als Holzhybridbauten mit Holzfassaden aus vorgefertigten Modulen vorgeschlagen. Die Wintergärten geben den Bauten eine besondere Ausstrahlung.