
Die französische Innenarchitektin und Möbeldesignerin Charlotte Perriand war viele Jahre lang eine unterschätzte Pionierin der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts – sie bewegte sich in einer von Männern dominierten Arbeitswelt, und es dauerte Jahrzehnte, bis ihre Arbeit vollends gewürdigt und ihre radikal innovativen Ideen erkannt wurden. Lange Zeit wurden weltberühmte Möbelstücke, die von Perriand – oder in Zusammenarbeit – entworfen wurden, anderen zugeschrieben. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zu einer eigenständigen Designerin, die dank ihrer Offenheit, ihrer Neugier und ihrer Erforschung neuer Materialien und Formen ihre eigene Designsprache fand.

Die Ausstellung macht ingenieurtechnische Meisterleistungen des 19. und 20. Jahrhunderts in ihren konstruktiven Ideen, Dimensionen und gesellschaftlichen Zusammenhangen erfahrbar.
Im Zentrum stehen interaktive VR-Erlebnisse, die es ermöglichen, bedeutende, heute verlorene Bauwerke räumlich zu betreten und sie neu zu erleben. Ergänzt wird die virtuelle Erfahrung durch Ausstellungswände mit Infotafeln, historischen Fotografien, Originalplänen sowie weiteren originalen Objekten aus Archiven. So entsteht ein Dialog zwischen digitaler Rekonstruktion und materieller Überlieferung.

Diese Ausstellung setzt sich kritisch mit den materiellen und räumlichen Auswirkungen der Dateninfrastruktur auseinander, indem sie die Orte aufzeigt, an denen Daten verarbeitet und konsumiert werden.
Indem Orte der Dateninfrastruktur offengelegt werden und das Bewusstsein für unseren planetarischen Daten-Fußabdruck geschärft wird, entstehen Fragen zum Umgang mit Daten. Was soll behalten und was gelöscht werden? Die Ausstellung eröffnet eine Diskussion über die potenzielle Rolle von Daten bei der Förderung einer demokratischen und ökologisch verantwortungsvollen kollektiven Zukunft.

Was, wenn Architektur kein Instrument des Kapitals wäre? Die Ausstellung präsentiert die Arbeit von Anupama Kundoo als Manifest für eine andere Architektur. Mit lokalen Ressourcen entwirft Kundoo Gebäude von außerordentlicher Schönheit, die Sorge tragen für Mensch und Planet.

in Deutschlands Städten bestimmen Spekulation und renditegetriebene Investoren zunehmend, wer wo wohnen und arbeiten kann. Die Folge: explodierende Mieten, steigende Boden- und Immobilienpreise, soziale Spaltung und der Verlust von immer mehr wertvollen Flächen.
Woran liegt es, dass Wohnen immer teurer wird und qualitätvoller bezahlbarer Wohnungsbau immer schwieriger zu realisieren ist? Was bedeutet das für uns Planende? Und wie kann man diesem Missstand begegnen?
Mit Franziska Eichstädt-Bohlig (Grundeigentum verpflichtet. Warum wir eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik brauchen. Oekom-Verlag 2025)

Arturo Romero Carnicero wird seine Dissertation vorstellen, die „durch und für“ das Projekt –research by design, research for design– entwickelt wurde und sich an der Schnittstelle von speculative design, posthumanistischen Umwelttheorien und digitalen Technologien verortet.

Angesichts von Klimakrise und wachsender Konkurrenz um Boden und Freiräume rückt die Landschaftsarchitektur ins Zentrum städtischer Transformation. Sie ist keine nachgeordnete Disziplin und kein grünes Feigenblatt, sondern Schnittstelle von Ökologie, Politik und Raumproduktion. Hier werden Klimaanpassung, Ressourcenkonflikte und Fragen sozialer Gerechtigkeit konkret verhandelt. Hier entscheidet sich, wie wir künftig in der Stadt leben.
Mit atelier le balto und Marcel Tröger (studio erde)
Moderation: Christian Hiller, Alex Nehmer (ARCH+)

7. BDA-Hochschultag der Architektur
Wie kann das Studium zum Labor für eine klimagerechte Architektur werden – praxisnah, experimentell und gesellschaftlich wirksam?
Reallabore sind ein vielversprechender Ansatz, um solche Herausforderungen ins Zentrum der Lehre zu stellen. Wie kann dieses praxisnahe Format in der Lehre umgesetzt werden? Wie sind solche Lernräume zu konzipieren, so dass Studierende im Dialog mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen gewinnen? Und welche Impulse können Lehrende aus diesen Formaten für die Reflexion und Weiterentwicklung ihrer eigenen Lehre erhalten?

Seit 2006 bietet das Symposium Health Care of the Future eine Plattform für den Austausch über Entwicklungen im Gesundheitswesen und deren Einfluss auf Architektur und Planung. Die 11. Ausgabe widmet sich dem Thema ExSTRUCTURA. Smart Care, Human Values – dem Auflösen, Neuordnen und Weiterdenken von Gesundheitsarchitektur in einer Zeit tiefgreifender technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen.
