Über die Unmöglichkeit, ohne Vertrauen zu handeln
Anderen zu vertrauen, ermöglicht Kooperation und Zusammenhalt und ersetzt formalisierte Verpflichtungen. Stimmt die Diagnose, dass unsere Gesellschaft und Demokratie derzeit unter Vertrauensverlust leiden? Und inwiefern sind Stadtplanung und Architektur davon betroffen?

Die Architekturgalerie am Weißenhof Stuttgart e.V. hat zum siebten Mal den Weißenhof-Architekturförderpreis vergeben.Teilnehmen konnten Architektinnen und Architekten mit einem ihrer ersten drei eigenständigen Projekte, Die Jury vergab drei gleichwertige Preise. In einer gemeinsamen Ausstellung präsentieren die Preisträger ihre Arbeits- und Denkweise anhand ihrer Projekte und Visionen vor. Zur Vernissage am 17. Dezember werden die Preise verliehen.

Experimente zum Wohnen aus den letzten 500 Jahren
Ist Geometrie bewohnbar? Welche Freiräume eröffnen sich in den eigenen „vier Wänden“ jenseits der Dogmen des Funktionalismus? Welche Spuren hat die Sehnsucht nach einer regelhaften, „reinen“, vielleicht sogar „autonomen“ Architektur in der Moderne hinterlassen? Was haben die Idealentwürfe von Durand und Ledoux mit einem Biwak von Charlotte Perriand zu tun?
Die Ausstellung „Der Hang zur Geometrie“ widmet sich anhand von Modellen, Raumobjekten, Zeichnungen, Fotos und einem eigens angefertigten Grundrissatlas dem faszinierenden zeitlosen Kern von Architektur – dem Zusammenspiel von Form, Körper und Raum.

Niklas Fanelsa stellt Themen wie ökologische und soziale Nachhaltigkeit, bioregionale Wertschöpfungsketten und ein ganzheitliches Verständnis von Architektur ins Zentrum seiner Arbeit. Dabei verbindet er zirkuläre Baustoffe mit lokalem Handwerk und partizipativen Prozessen.
Katharina und Lucas Schrader von 2a studio verorten Schönheit als architektonische Kategorie zwischen Ordnung und Bruch und begreifen sie als Voraussetzung dafür, dass Architektur genutzt, akzeptiert und dauerhaft bewahrt wird.
Am 19. Februar prechen die drei mit Elina Potratz und Theresa Jeroch von Die Architekt über die Herausforderungen für junge Architekturbüros, den Zusammenhang zwischen Ethik und Ästhetik sowie die Vorteile eines zweiten Standbeins in Forschung und Lehre

Die Verbesserung der Infrastruktur in Deutschland steht aktuell im Zentrum der öffentlichen Debatte. Parallel dazu leistet die ausgerufene Mobilitätswende einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung von Klimazielen und Lebensqualität – immerhin 22% der Treibhausgasemissionen werden vom Autoverkehr verursacht. Gleichzeitig führt u.a. der demographische Wandel zu differenzierteren Nutzerbefürfnissen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Architekt:innen diese Räume und Prozesse gestalten.
Gruber + Popp arbeiten genau an dieser Schnittstelle

Das Otto-Langen-Quartier in Köln steht sinnbildlich für die Konfliktlinie gegenwärtiger Stadtentwicklung, zwischen Verwertung und Gemeinwohl, zwischen Profitlogik und dem Recht auf Stadt. Die Veräußerung der größtenteils im Besitz des Landes NRW befindliche „Industriebrache“ ist Mitte letzten Jahres gescheitert. Für die Stadt Köln eröffnet sich nun erneut die Chance, dieses historisch bedeutsame Areal direkt vom Land zu erwerben und nicht mehr über ein „Höchstgebotsverfahren“ zu gehen und die Gelegenheit visionäre Konzepte für einen zukunftsorientierten Städtebau und eine progressive Nachnutzung industrieller Bestandsarchitektur zu ermöglichen.

Beim Finale der Ideenphase stellen drei Stadtplanungsteams ihre Konzepte für das Stuttgart von morgen vor. Die besten Ergebnisse bilden die Grundlagen für das neue Stadtentwicklungskonzept der Landeshauptstadt – die Perspektive Stuttgart.

Impulse für eine nachhaltige Transformation zur Kommunalwahl im März
Letzter Termin:
25. Februar: Praxisbeispiele für eine nachhaltige Mobilitätstransformation
· Dr. Sina Steele, Goethe Universität Frankfurt

Der Platz in unseren Städten wird immer knapper. Gleichzeitig sind die Städte oft von (sehr) angespannten Wohnungsmärkten geprägt. Wäre es da nicht eine einfache Lösung, einfach deutlich höher zu bauen und so Raum für die fehlenden Nutzungen zu schaffen? Vor diesem Hintergrund werden Hochhäuser von Investoren gerne als nachhaltig und ökologisch beworben, da sie einen räumlich vergleichsweise kleinen Fußabdruck haben.
Lassen sich dieselben Anforderungen nicht auch in der Fläche mit geringeren Höhen abbilden? Und welche Nachteile für die nähere und weitere Umgebung gehen mit Hochhäusern einher? Die Stadtansichten verändern sich – zum besseren oder zum schlechteren? Und kann tatsächlich die Wohnungsfrage in Hochhäusern gelöst werden?

Der Ingenieurbaupreis, ausgelobt vom Verlag Ernst & Sohn, zeichnet herausragende Leistungen im konstruktiven Ingenieurbau aus. Er soll das Wirken von Bauingenieurinnen und Bauingenieuren und ihr Engagement für Baukultur ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Teilnahme auch online möglich.
