Die Auswirkungen auf die Bauwirtschaft sind auch in Stuttgart wegen fehlender Gewerbesteuereinnahmen unmittelbar spürbar – wichtige Projekte wie die Opernsanierung, das Rosensteinquartier oder Schulbauten geraten ins Stocken
Der zeitgemäße Umgang mit den „Kaufhaus- oder Versicherungselefanten“ der Stadt könnte vor dem Hintergrund der IBA’27 visionäre Impulse setzen – bleibt jedoch unbeantwortet. Stattdessen werden, aller Debatten zur Wichtigkeit des Bestandserhalts zum Trotz, das gerade einmal 45 Jahre alte Schwabenzentrum oder das Wittwer-Haus abgerissen. Ist das die Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit?

Ziel der Veranstaltung ist es, kommunale Akteure zusammenzubringen und anhand innovativer Lösungen einen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zu ermöglichen.

Anna Heilgemeir, Architektin + Künstler:in (coopdisco Berlin)
Anna Heilgemeir ist Architektin und Künstlerin. Als Teil der stadt- und mietenpolitischen Bewegung in Berlin setzt sie sich seit vielen Jahren für eine Stadt als Gemeingut und die Umsetzung von Modellen selbstverwaltet – kommunaler Stadtentwicklung ein. Seit 2011 entwickelt sie als Teil von Coopdisco konkrete Projekte für gemeinschaftliche Lebensformen und Eigentumsmodelle.
In ihrem Vortrag stellt sie ihren Ansatz zur gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung, zwei Praxisprojekte und ein Konzept für eine prozessuale und kooperative Architekturschule vor.

Es diskutieren:
Stadtbaurätin Elisabeth Merk | Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Andrea Gebhard | mahl gebhard konzepte
Irene Burkhardt | BEM Landschaftsarchitekten
Susanna Walter & Leila Unland | Studio Stadt Region (in Vertretung von Prof. Agnes Förster)
Ulrike Bührlen | Isarlust e.V. & AK Isar des Münchner Forums e.V.
Moderation: Michael Ruhland | Autor

Der Preis wird mit dem Ziel vergeben, in diesem Sinne vorbildliche Bauten in der Freien und Hansestadt Hamburg auszuzeichnen. Die Auszeichnung soll dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die bauliche Qualität zu schärfen und Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur zu setzen

Die Diskussion über das Wittwer-Gebäude in Stuttgart im Kontext grundsätzlicher Diskurse über den Stadtumbau
Informationen zum geplanten Abriss und dessen Einordnung >>>

Vor 20 Jahren ging der Masterstudiengang Städtebau NRW an den Start – bis heute ein besonderes Beispiel hochschulübergreifender Kooperation zwischen der Hochschule Bochum, den Technischen Hochschulen Detmold und Köln, der Fachhochschule Dortmund sowie der Universität Siegen.

In großen Teilen der Gesellschaft herrschen immer noch Unkenntnis, Unverständnis bzw. im schlimmsten Fall Ignoranz. So entstehen weiterhin im großen Neubauten, werden Rohstoffe und Flächen verschwendet und fristet gute Architektur ein Nischendasein. Es stellt sich deshalb die Frage, wie eine größere Öffentlichkeit für die aktuellen Belange des Bauens sensibilisiert werden kann.
Mögliche Antworten sucht der „Baukulturtreff“ – ein Gemeinschaftsprojekt der Architektur Galerie Berlin und der Bundesstiftung Baukultur.

In Marseille wird eine McDonalds Filiale besetzt und selbstorganisiert weiterbetrieben, in Hamburg wird aus einer alten Kaserne ein Ort für Kunst, Kultur und Gewerbe, ein ehemaliges Toilettenhäuschen ist nun ein selbstorganisiertes Stadtteilzentrum.Solidarische Initiativen, selbstorganisierte Treffpunkte, künstlerische Interventionen, utopische Feste und soziale Architekturen sprießen aus den Löchern im Gefüge der Städte.
Die Herausgeber Kayoung Kim und Thies Warnke sind anwesend und präsentieren das Buch, das sie zusammen mit herausgegeben mit Marius Töpfer und Lisa Zander heruasgegeben haben.
Zur Buchrezension auf Marlowes >>>

Der internationale Kongress „Fragen an die Zeit. Architekturtheorie heute“, der am 3. Juli an der TU Berlin stattfindet, knüpft an die von Oswald Mathias Ungers 1967 initiierte Internationale Konferenz zur Theorie der Architektur, sowie an eine Vortragsreihe von 1999 an. Die Tagung stellt die Rolle der Architekturtheorie angesichts aktueller Transformationsprozesse neu zur Debatte. Vor diesem Hintergrund fragt sie nach Aufgabe, Wirkung und Verfahren der Theorie in Forschung, Lehre und Praxis.
Der in englischer Sprache abgehaltene Kongress wird organisiert von Jörg H. Gleiters Fachgebiet Architekturtheorie der TU Berlin sowie Sophia Ungers und Anja Sieber-Albers vom Ungers Archiv für Architekturwissenschaften. Teilnehmende sind unter anderem: Tom Avermaete, Joseph Bedford, Jasper Cepl, Beatrice Colomina, Adria Daraban, Ole W. Fischer, Frederike Lausch, Sandra Meireis, Klaus Platzgummer, Wolfgang Schaeffner, Lara Schrijver, Mark Wigley und Albena Yaneva.
