Mit ihrer neuen Arbeit Bliss wendet sich Laura J. Padgett unserer erratischen Beziehung zur Natur zu, die zugleich von Sehnsucht und Kontrolle, Nähe und Entfremdung geprägt ist. Ihre Fotografien zeigen, wie künstliche Nachbilder des Natürlichen zugleich Trost und Spiegel unserer eigenen Unvollkommenheit sind.

Die Kunstmuseen Krefeld widmen der französischen Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903–1999) die erste Retrospektive im deutschsprachigen Raum. Ihre visionären Gestaltungsansätze sind bis heute aktuell. Sie zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten, die aus dem Studio von Le Corbusier hervorgingen. Die Schau konzentriert sich auf Perriands innovative Beiträge zum Wohnen und entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Archives Charlotte Perriand.

Gasteig HP8 in überraschenden Blicken auf die Isarphilharmonie.
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Handwerkliche Produktion findet in Kairo unter freiem Himmel und direkt an der Straße statt. Einzelne Gewerke sind meist in bestimmten Vierteln oder Straßenzügen konzentriert, so bis vor Kurzem auch die Stuckwerkstätten. Luc Merx hat diese Werkstätten, die zum großen Teil inzwischen abgerissen wurden, in vier Fotoserien dokumentiert. Seine Fotografien zeigen die einmalige Ästhetik dieser Räume mit vielfältigen Bezügen zur Baupraxis und Bau- und Kunstgeschichte.

Bereits vor rund hundert Jahren sind aus einer vergleichbaren Situation heraus Gebäude entstanden, die wir heute der „Neuen Sachlichkeit“ zuordnen. Aus ökonomischer, technischer und gesellschaftlicher Notwendigkeit entwickelte sich damals eine neue architektonische Haltung.
Was lässt sich daraus für heute lernen? Wie können aus dem bewussten Streben nach Einfachheit – aus dem „Hang und Zwang zum Einfachen“ (Rudolf Schilling) – qualitätvoller Wohnungsbau und gute Städte entstehen, die das Grundbedürfnis Wohnen ernst nehmen und für kommende Generationen Wert und Bedeutung behalten?

Der Architekturberuf muss immer wieder neu erfunden werden – so vielfältig, wie er ist, so eng verwoben mit der Gesellschaft, der Kultur, der Ökonomie. Um neuen Herausforderungen gerecht zu werden, braucht es Anpassungen, neue Aufgaben müssen in die bekannten integriert werden.
Aber gibt es nicht auch den Kern, der Architektur schon von jeher ausgemacht hat, die Idee der Raumkunst, bei der es in Variationen immer wieder um die gleichen Themen geht? Oder anders gefragt: Wie kann etabliertes Wissen so weiter genutzt werden, dass es uns auch dann nutzt, wenn die Fragen an die Architektur anders gestellt werden?
Termine:
19. März 2026 mit Björn Rimner EM2N Architekten, Zürich und Gesche Bengtsson etal., München.
21. Mai 2026 mit Katharina Neubauer TOMAS Transformation of Material and Space, Berlin, Aimée Michelfelder AFEA Association For Ecological Architecture, Berlin und Jurek Brüggen undjurekbrüggen, Berlin
23. Juli mit Dagmar Pelger, coopdisco, Berlin sowie Julia Naumann | Max Wasserkampf, Naumann Wasserkampf Architekten, Weimar

Die Ausstellung eröffnet einen Einblick in das digitale Archiv des Schweizer Landschaftsarchitekten Maurus Schifferli und versteht dieses nicht als bloße Sammlung abgeschlossener Projekte, sondern als dynamisches Ordnungssystem des Denkens. Ideogramme, Zeichnungen, Fotografien, Pläne und Projektfragmente bilden ein relationales Gefüge, in dem sich Entwurfsprozesse, Erinnerungen und Motive überlagern und fortschreiben.
Eröffnung, 20. Januar 2026, 19 Uhr

Wie lässt sich öffentlicher Raum heute definieren – und für wen ist er zugänglich? Mit
public preposition untersucht Mischa Kuball diese Fragen unmittelbar im Stadtraum und
überführt sie in den Ausstellungsraum des Baukunstarchivs NRW. Ausgangspunkt ist die
Beobachtung, dass Öffentlichkeit kein statischer Zustand ist, sondern sich aus Beziehungen
zwischen Orten, Menschen und Bewegungen formt. Kuball macht diese Beziehungsgeflechte
sichtbar, indem er historische, politische und alltägliche Kontexte markiert und
neu lesbar macht – in drei Interventionen im Dortmunder Stadtraum, in einer Ausstellung,
die als fortlaufender Prozess angelegt ist, sowie einem vertiefenden Symposium am 6. März.

Der Architekturpreis max40 ist ein Förderpreis für junge Architekt*innen. Er wird von den BDA-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gemeinsam ausgelobt. Ziel der Auszeichnung ist es, die Architekturqualität junger Büros in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, zur Diskussion zu stellen und aufzuzeigen, welche Potenziale ungenutzt bleiben, wenn junge Architekt*innen nicht ausreichend unterstützt werden.
Im Rahmen der Eröffnung am 27. Februar 2026 um 19:00 Uhr diskutieren zur aktuellen Peter Cachola Schmal, Josepha Landes (Bauwelt), Christian Holl (BDA Hessen) mit den ausgezeichneten Architekt*innen.

In Werkvorträgen beziehen Persönlichkeiten aus den Bereichen Stadt und Architektur, Landschaft und Konstruktion Position zu den aktuellen Fragen und gehen dabei insbesondere auf die Kultur des Weiterbauens widmen.
Letzter Termin
23.3.: Aline Hielscher, Aline Hielscher Architektur, Leipzig
