Energie, soziale Infrastruktur, Kreislaufstadt sowie grüne und blaue Netze werden in Quartieren und konkreten Projekten der wachsenden Stadt geplant. Das Stadtforum bündelt die Erkenntnisse der Reihe „[Un]sichtbare [Infra]strukturen Berlins zukunftsfähig weiterentwickeln“. Gemeinsam mit Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft diskutieren wir, wie integrierte Planung als zentrales Prinzip der Stadtentwicklung gelingt.

„Positionen“ – die Mittwochabend-Vorträge am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt im Sommersemester 2026
Kommende Termine
10. Juni 2026
Prof.’in Anett-Maud Joppien. „Korrelationen“
Abschiedsvorlesung,
17. Juni 2026
Prof. Adrien Meuwly, Zürich. Imperfect Precision“
24. Juni 2026
Prof.’in Dr. Christina Eisenbarth: „Produktive Krisen. Wandel gestalten.“
Antrittsvorlesung
8. Juli 2026
Wolfgang Tillmans, Berlin/London: „Vortrag für Architekten“

Die Bedeutung des gebauten Erbes für die urbane Resilienz
Das bauliche Erbe ist ein wichtiges Fundament für eine resiliente Stadt. Die bestehende Stadtstruktur beinhaltet nicht nur graue Energie, sie ist auch Träger von Identität, Gestaltqualität, und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Vor allem bei der Klimaresilienz kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Denkmalpflege, Gestaltvorgaben und Anforderungen für eine zeitgemäße Anpassung des Bestands. Dies wird noch verstärkt durch weitere Resilienzaspekte wie Sicherheit, Schutz, Robustheit.
Das Kolloquium findet hybrid statt

Wie Frankfurt voran geht
mit Gladys Vasquez Fauggier, Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Frankfurt am Main
Die Verkehrspolitik hat in den vergangenen Jahren viele Gemüter bewegt. Meist geht es um vermeintliche Konflikte zwischen Autos und Fahrrädern. Die Einrichtung von Fahrradstraßen und die zeitweilige Sperrung des nördlichen Mainufers haben viele Diskussionen ausgelöst. Doch was ist eigentlich mit dem Fußverkehr? Frankfurt hat seit dem Jahr 2024 eine Fußverkehrsbeauftragte, um die Anliegen der Fußgängerinnen und Fußgänger in die Weiterentwicklung der Verkehrskonzepte einzubringen. Bei STADTplus berichtet sie über ihre Arbeit und stellt konkrete Orte der Veränderung vor.

Vor fünf Jahren wurden die fünf Programmsäulen der Städtebauförderung zu drei Säulen zusammengefasst und der Klimaschutz sowie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels als weitere Fördervoraussetzung mit aufgenommen. Im letzten Jahr hat die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag die Verdopplung der Bundesmittel von 790 Mio.€ auf 1,58 Mrd.€ in den kommenden Jahren beschlossen. Fast parallel vermelden viele Kommunen deutlich sinkende kommunale Einnahmen, einhergehend mit einem Einstellungsstopp.
Wie kann und sollte sich die Städtebauförderung entwickeln, eines der zentralen Förderinstrumente für Städte und Gemeinden, um städtebauliche Missstände in Quartieren zu beheben.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Mitglieder des Konvents neu berufen und die Vertreterinnen und Vertreter aus ihren Reihen in den Stiftungsrat und Beirat der Bundesstiftung gewählt. Außerdem stellt die Bundesstiftung den Baukulturbericht 2026/27 “Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt” erstmals öffentlich vor und diskutiert ihn mit Gästen. Beim Basislager am ersten Tag der Veranstaltung laden fünf Foren zur Mitwirkung und Mitarbeit an aktuellen Baukultur-Themen ein.

In Zeiten der Transformation wird die Architektur zunehmend von rationalen Rahmenbedingungen geprägt: begrenzte Budgets, die Verwendung vorhandenen Bestands sowie nachvollziehbare Anforderungen an Nachhaltigkeit, Effizienz und eine angemessene Materialwahl bestimmen immer stärker den Entwurfsprozess. Dies führt zu einer spürbaren Verschiebung der Prioritäten innerhalb der Planung. Dennoch gelingt es einzelnen Akteur:innen, auch unter diesen pragmatischen Vorzeichen Räume von poetischer Qualität und atmosphärischer Dichte zu schaffen.
Kommende Termine:
11.06.2026 AMUNT, Aachen/Stuttgart
25.06.2026 AgwA, Brüssel

Bestandsstrukturen bieten den besten Maßstab für eine realistische, ambitionierte Stadtentwicklung – vom Gebäude über das Quartier bis zur Region. Sie fragt nach Synergien zwischen Denkmalpflege und emissionsarmem Bauen, nach sensibler Integration neuer Bauweisen und nach der Vereinbarkeit von Nachverdichtung, Energieeffizienz, Mobilität und neuen Räumen.
Perfekte Lösungen sind selten; entscheidend ist die Kombination vieler „zweitbester“ Ansätze.
Ziel ist es, Orientierung zu geben, Begrenzungen verständlich zu machen und als kreativen Rahmen zu nutzen.

Gute Architektur entsteht im fairen fachlichen Leistungsvergleich. Um der zunehmenden Erosion der Vergabekultur entgegenzutreten, braucht es eine von Auftraggebenden und Berufsstand gemeinsam formulierte Neuprogrammierung – für Verfahren, die schneller und einfacher sind und die unseren Qualitätsanspruch und eine faire Honorierung sichern.
Der 21. BDA-Tag lädt ein, verbändeübergreifend und gemeinsam mit den Auftraggebenden an der Zukunft des Wettbewerbs- und Vergabewesens zu arbeiten: für eine faire und qualitätsorientierte Vergabe, für ein gutes und einfaches Planen und Bauen – ganz zentral auch im Interesse der jungen Generation von Planerinnen und Planern.
Am Abend: Neu im Club. Pecha-Kucha-Abend
Sontag: Architekturspaziergänge in Wuppertal

Rund 70 Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen gestalten das Programm mit Beiträgen zu Themen von Gerechtigkeit, Kunst und Kultur, Bauwende und Architektur, Tourismus und Dorfentwicklung, Bürger*innenenergien und zum Strukturwandel in ganz unterschiedlichen Formaten wie Workshops, Teilhabeangebote, Vorträge, Ausstellungen, Diskurse, Exkursionen, Konzerten und Filmscreenings.
