Branchenevent für holzbauinteressierte Architekten, Ingenieure und Fachplaner

Temporäre Strukturen prägen unsere Städte – oft unbemerkt, aber unverzichtbar. Baugerüste, Absperrungen, Wetterschutzdächer, Container, Leitsysteme oder provisorische Konstruktionen halten urbane Prozesse am Laufen und bilden eine flüchtige, technische Schicht unserer gebauten Umwelt.
Im Rahmen der Ausstellung „Temporär. Strukturen der Notwendigkeit“ (5.11.2026–5.4.2027) lädt das Architekturzentrum Wien dazu ein, fotografische Arbeiten einzureichen, die solche temporären Architekturen und Infrastrukturen sichtbar machen.

Auf der Veranstaltung soll die Bedeutung und Verantwortung des Gebauten und des gestalteten Raums für das Zusammenleben in den Blick genommen werden: Von klimaangepassten Freiräumen und bezahlbarem Wohnen, über knappe kommunale Ressourcen bis zu Aspekten des gesellschaftlichen Wandels – gelungene Prozesse und starke Allianzen sind entscheidend, um räumliche Qualitäten mit gesellschaftlicher Wirkung, also gute Baukultur, zu schaffen.

Die Ausstellung macht lokale Gestaltungsprozesse in Darmstadt sichtbar und erlebbar. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können kollektive Werkzeuge – wie das Amt der Stadtfotograf:in oder partizipative Formate – demokratische Teilhabe und kulturelle Vielfalt fördern? Das Projekt reagiert auf den Bedarf, diese oft unsichtbaren Ressourcen als Instrumente für gemeinschaftliche Mitgestaltung zugänglich und nutzbar zu machen.

Architektur für einen Teilchenbeschleuniger
Am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt entsteht derzeit eine der größten Forschungsanlagen weltweit: Das Beschleunigerzentrum Facility for Antiproton and Ion Research (FAIR). Die unterirdische Doppelringanlage hat einen Umfang von 1,1 Kilometern und 14 angegliederte Forschungsgebäude. Künftig werden hier Ionen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um grundlegenden Fragen rund um den Aufbau des Universums nachzugehen.
Für die Aufgabe der Planung eines Projekts dieser Größenordnung haben sich die beiden Büros DGI Bauwerk und schneider+schumacher zur Arge ion42 zusammengeschlossen – deren Name das Wort Ion (geladenes Teilchen) und die Zahl 42 kombiniert, die in Douglas Adams‘ Kultklassiker Per Anhalter durch die Galaxis die Antwort auf die „endgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ist.
Die Ausstellung veranschaulicht die Komplexität der inzwischen mehr als 18-jährigen Planungs- und Bauzeit anhand von Plänen, Texten und Modellen. Ergänzt werden diese Informationen durch Fotografien von Kirsten Bucher und Norbert Miguletz, die die außergewöhnliche Dimensionen der Baustelle und deren Fortschritt seit Jahren im monatlichen Wechsel dokumentieren.
Eröffnung: 3. September 2026, 19 Uhr
Gespräch: 8. Oktober 2026, 19 Uhr

Zehn Teams von Architektinnen und Urbanisten stellen zehn Strategien vor, mit denen Veränderungen gemeinsam gestaltet werden können. Im Fokus steht dabei der bauliche Bestand als unsere wertvollste Ressource auf dem Weg in eine klimagerechte Zukunft.
Auf dem Bahnhallengelände trifft die Ausstellung auf einen realen Bestand im Umbau und verankert ihre Fragen nach Transformation, Nutzung und Zukunft der gebauten Umwelt im konkreten Stadtraum.
Eröffmung am 27. August, 18 Uhr
MIt umfangreichem Begleitprogramm

Architektur entsteht heute unter Bedingungen wachsender Unsicherheit. Klimawandel, volatile Märkte, neue Materialien, digitale Planungsprozesse und ein sich wandelndes Regelwerk verändern nicht nur die Praxis, sondern auch das Selbstverständnis des Berufs. Der BDA NRW nimmt diese Tatsache zum Anlass, um über Risiko nicht nur als Bedrohung, sondern auch als produktive Kraft diskutieren.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine fachkundige und qualitätsorientierte Prozessbegleitung dazu beitragen kann, tragfähige Ergebnisse zu sichern und die Qualität von Projekten nachhaltig zu stärken.
Fachvorträge und Verleihung des Preises „Auslober des Jahres“ an Ditzingen.

Mehr als nur Grün. Stadtnatur für mehr Lebensqualität und Biodiversität
Dr. Julia Krohmer, Geoökologin, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main
Grüne Infrastrukturen: Wirksame Hebel gegen den Klimawandel
Henri Bava, Agence Ter, Karlsruhe, Paris

Vor 25 Jahren präsentierte Aedes meine Ausstellung, die eine Generation junger unabhängiger chinesischer Architekt:innen international sichtbar machte. A Structure of Feeling knüpft daran an und richtet den Blick auf eine neue Generation unter veränderten Voraussetzungen. Zwölf Projekte von neun Büros sowie Arbeiten mehrerer Künstler:innen zeigen Praktiken, die sich mit dem Umbau des Bestehenden, ländlicher Transformation und neuen Formen räumlicher Produktion befassen.
