Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit der Transformation Ostdeutschlands auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu entdecken. In der späten DDR, in der die Zeit still zu stehen schien und sich gleichzeitig Aufbrüche abzeichneten, fanden Fotograf:innen Bilder für das Geschehen. In den fünf Kapiteln der Ausstellung – Jungsein, Arbeit, Lebensräume, Körper und Gewalt – kommt eine Gesellschaft im Umbruch ins Bild, deren sich verändernde Bedingungen auch die Arbeit mit der Kamera prägten.

Im Rahmen der Reihe „Architektur und Film“ zeigen der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten Hamburg und das Hamburger Metropolis Kino den Film „Architektur der Unendlichkeit“ von Christoph Schaub (CH, 2018, 90 Min.):
Gewisse Räume besitzen eine Aura, eine Energie, welche die beschreibbare Sinneswahrnehmung übersteigt. In seinem Dokumentarfilm geht Christoph Schaub diesem Gefühl von Transzendenz nach und erforscht die emotionale Wirkung von Räumen durch die Begegnungen mit den Architekt:innen und Künstler:innen Peter Zumthor, Cristina Iglesias, Jojo Mayer, Alvaro Siza Vieira, Peter Märkli und James Turrell.
Im Anschluss sprechen Monika Isler Binz (TU München) und David Kasparek (Mitherausgeber „Marlowes“) über den Film.

Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989
Die Ausstellung „Global – Neutral“ folgt den Spuren österreichischer Architekt*innen, die zwischen 1955 und 1989 in afrikanischen und asiatischen Ländern tätig waren – in einer Zeit weltpolitischer Umbrüche, in der viele Staaten ihre Unabhängigkeit von Kolonialmächten erlangten und internationale Kooperationen vom Kalten Krieg geprägt waren.

…und wozu wird sie gebraucht? Auftakt zu Architekturgesprächen.
Mit Nikolaus Bernau und Wilfried Wang

Branchenevent für holzbauinteressierte Architekten, Ingenieure und Fachplaner

Temporäre Strukturen prägen unsere Städte – oft unbemerkt, aber unverzichtbar. Baugerüste, Absperrungen, Wetterschutzdächer, Container, Leitsysteme oder provisorische Konstruktionen halten urbane Prozesse am Laufen und bilden eine flüchtige, technische Schicht unserer gebauten Umwelt.
Im Rahmen der Ausstellung „Temporär. Strukturen der Notwendigkeit“ (5.11.2026–5.4.2027) lädt das Architekturzentrum Wien dazu ein, fotografische Arbeiten einzureichen, die solche temporären Architekturen und Infrastrukturen sichtbar machen.

Auf der Veranstaltung soll die Bedeutung und Verantwortung des Gebauten und des gestalteten Raums für das Zusammenleben in den Blick genommen werden: Von klimaangepassten Freiräumen und bezahlbarem Wohnen, über knappe kommunale Ressourcen bis zu Aspekten des gesellschaftlichen Wandels – gelungene Prozesse und starke Allianzen sind entscheidend, um räumliche Qualitäten mit gesellschaftlicher Wirkung, also gute Baukultur, zu schaffen.

Architektur für einen Teilchenbeschleuniger
Am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt entsteht derzeit eine der größten Forschungsanlagen weltweit: Das Beschleunigerzentrum Facility for Antiproton and Ion Research (FAIR). Die unterirdische Doppelringanlage hat einen Umfang von 1,1 Kilometern und 14 angegliederte Forschungsgebäude. Künftig werden hier Ionen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um grundlegenden Fragen rund um den Aufbau des Universums nachzugehen.
Für die Aufgabe der Planung eines Projekts dieser Größenordnung haben sich die beiden Büros DGI Bauwerk und schneider+schumacher zur Arge ion42 zusammengeschlossen – deren Name das Wort Ion (geladenes Teilchen) und die Zahl 42 kombiniert, die in Douglas Adams‘ Kultklassiker Per Anhalter durch die Galaxis die Antwort auf die „endgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ist.
Die Ausstellung veranschaulicht die Komplexität der inzwischen mehr als 18-jährigen Planungs- und Bauzeit anhand von Plänen, Texten und Modellen. Ergänzt werden diese Informationen durch Fotografien von Kirsten Bucher und Norbert Miguletz, die die außergewöhnliche Dimensionen der Baustelle und deren Fortschritt seit Jahren im monatlichen Wechsel dokumentieren.
Eröffnung: 3. September 2026, 19 Uhr
Gespräch: 8. Oktober 2026, 19 Uhr

Zehn Teams von Architektinnen und Urbanisten stellen zehn Strategien vor, mit denen Veränderungen gemeinsam gestaltet werden können. Im Fokus steht dabei der bauliche Bestand als unsere wertvollste Ressource auf dem Weg in eine klimagerechte Zukunft.
Auf dem Bahnhallengelände trifft die Ausstellung auf einen realen Bestand im Umbau und verankert ihre Fragen nach Transformation, Nutzung und Zukunft der gebauten Umwelt im konkreten Stadtraum.
Eröffmung am 27. August, 18 Uhr
MIt umfangreichem Begleitprogramm

Architektur entsteht heute unter Bedingungen wachsender Unsicherheit. Klimawandel, volatile Märkte, neue Materialien, digitale Planungsprozesse und ein sich wandelndes Regelwerk verändern nicht nur die Praxis, sondern auch das Selbstverständnis des Berufs. Der BDA NRW nimmt diese Tatsache zum Anlass, um über Risiko nicht nur als Bedrohung, sondern auch als produktive Kraft diskutieren.
