Auf der Passivhaustagung geht es um das Ziel eines klimagerechten und zukunftsfähigen Gebäudebestands.

Im Europa des 19. Jahrhunderts verstärkte die koloniale Expansion den Drang, in die weite Welt aufzubrechen. Reisen und Berichte über ferne Länder erzeugten märchenhafte, verführerische und gleichzeitig hierarchisierend rassistische und sexistische Fantasien, die sich in der Raumgestaltung materialisierten.
Auch in Stuttgart ist das Exotische bis heute im Stadtbild eingeschrieben. Die Ausstellung macht Exotismus in Stuttgart ausfindig und kontextualisiert ihn in seiner städtebaulichen und architektonischen Relevanz. Die Dekonstruktion seiner architektonischen Merkmale und Bedeutungsursprünge lädt dazu ein, den Einfluss des historischen und zeitgenössischen Exotismus auf etablierte Wahrnehmungsmuster kritisch zu hinterfragen. Die Illusion des “Anderen“ soll als eine in Europa geschaffene und fortwirkende Fantasie entschleiert werden.
Vernissage am 24. Februar, 19 Uhr

Wie lassen sich bestehende Gebäude nachhaltig weiterentwickeln, verdichten und in lebenswerten Raum verwandeln? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Veranstaltung im Kloster Reimlingen. Gemeinsam mit Expert:innen aus Planung, Bau und Immobilienwirtschaft werden Impulse gegeben, inspirierende Praxisbeispiele vorgestellt und die Chancen des Holzbaus im Bestand aufgezeigt.

Neuer Wohnraumbedarf in den Städten und Leerstand auf dem Land – Platzmangel hier, Überangebot dort. In Thüringen geht es um beides, gleichzeitig. Die Wohnungsfrage im Freistaat ist zugleich eine Frage des Ausgleichs und der Kooperation. Und sie kann zum Angebot an ein zukunftsfähiges StadtLand werden.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel“ der Bauhaus-Universität Weimar und der Goethe-Universität Frankfurt statt. Im Rahmen des Baukultur-Gesprächs wird die Ausstellung „Lücken füllen – Wohnraum schaffen“ der Wüstenrot Stiftung eröffnet.

Von 1924 bis 1927 verwirklichten Le Corbusier und Pierre Jeanneret eine experimentelle Wohnsiedlung mit 51, meist bunt gestrichenen Wohneinheiten im französischen Pessac, das unmittelbar neben Bordeaux liegt. Die Siedlung war ein frühes Experimentierfeld für standardisiertes und kostengünstiges Bauen. Ausgehend von einem einheitlichen Modul, schuf Le Corbusier in der Cité Frugès fünf verschiedene Haustypen.
Die Architekturhistorikerin Dr. Paola Scaramuzza (ÉNSA Versailles, A-BIME), die die Siedlung eingehend untersucht hat, stellt die Cité Frugès in ihrem Vortrag vor und geht speziell auf deren Farbigkeit und spätere Geschichte ein.

Mit der Entscheidung des Senats, das ehemalige Horten-Gebäude abzureißen und das Areal neu zu bebauen, stehen in der Bremer Innenstadt tiefgreifende Veränderungen an. Vieles scheint möglich – einiges wird aber durch den einge-schlagenen Weg auch verworfen oder rückt in den Hintergrund. Die Veranstaltenden laden dazu ein, die Senatsentscheidung und das gewählte Verfahren zu diskutieren, sowie sich mit Positionen auseinanderzusetzen, die alternative Wege zur Umsetzung einfordern.

Die BDA Bayern Stiftung organisiert eine Reise zu Bauten des Brutalismus.
Informationen und Anmeldungen >>> hier

Das Fellowship der Experimental Foundation in Zusammenarbeit mit dem Think-and-Make-Tank Bauhaus Earth unterstützt die praxisbasierte Forschung von Akteur*innen und interdisziplinären
Teams in der Architektur. Das Fellowship richtet sich an Bewerber*innen, die regenerative, zirkuläre und klimabewusste Lösungen entwickeln und damit einen Beitrag zu einem transformativen Wandel im Bausektor leisten möchten. Es bietet ihnen finanzielle Unterstützung, Zeit und Raum in einem inspirierenden Umfeld sowie professionelles Mentoring und Kontakte zu lokalen und internationalen Netzwerken.

In der Vortragsreihe „architectural tuesday“ der Fakultät für Architektur der TU Köln geht es um folgende Fragen: Wie gehen wir heute mit Alterung, Obsoleszenz und Abfall um? Welche Potenziale liegen im Erhalt und in der Weiterverwendung bestehender Strukturen?
Termine, Referenten und Themen:
05.05. | PD Dr. Roman Köster (Historiker, Universität der Bundeswehr München) – Abfall, Recycling und Urbanisierung seit dem 19. Jahrhundert
19.05. | Conrad Risch & Jonathan Schmalöer (Architekten, Baukreisel, Köln) – Was schon da ist
09.06. | Prof. Susann Vécsey (Architektin, Vécsey*Schmidt, Basel / ETH Zürich) – Zeitgefühl
23.06. | Bram Aerts (Architekt, ATAMA, Gent) – TRANSFORMATIVE ACTIONS (engl.)

Es werden kreative, noch nicht umgesetzte Ideen gesucht, wie die Zwischen- und Übergangsräume zwischen kirchlichem Gelände und öffentlichem Raum gestaltet werden können. Das Ziel ist, durch künstlerische oder bauliche Maßnahmen – ob dauerhaft oder nur vorübergehend – das Potenzial dieser Freiflächen und Außenbereiche zu nutzen. Sie sollen zu sozialen und kulturellen Orten werden, die neue Nutzungen ermöglichen und von den Menschen im Quartier neu angeeignet werden können.
