Die Ausstellung basiert auf dem Forschungsprojekt und der gleichnamigen Publikation der Wüstenrot Stiftung, in denen Prof. Susanne Dürr und Dr. Gerd Kuhn neue Formen des Wohnens untersucht und anhand von zwölf beispielgebenden Projekten analysiert haben. Die Ausstellung macht diese Erkenntnisse anhand von acht ausgewählten Projekten anschaulich und zeigt, wie Architektur neue Formen des Zusammenlebens ermöglicht, Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet und Wohnräume so gestaltet, dass sie sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen können.

Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Dabei birgt der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhausbestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise.

Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln anschauliche Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Blick richtet sich vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, für die Besucher:innen sichtbar zu machen, welche räumlichen und technischen Grundlagen es für unsere Nahrungsproduktion gibt – und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Mit der Transformation eines ehemaligen Druckhauses in der Siegener Innenstadt zu einem Lehr-, Lern- und Atelierhaus formuliert das Department Architektur der Universität Siegen weit mehr als einen Ortswechsel. Die Neue Architekturschule Siegen versteht Architektur als gesellschaftliche Praxis, die Transformation nicht nur gestaltet, sondern selbst hervorbringt. Das Projekt wird damit zum Experimentierfeld einer Architekturlehre, die ihr eigenes institutionelles Umfeld zum Gegenstand des Entwerfens macht. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass die Herausforderungen der Gegenwart nicht durch das bloße Vollziehen etablierter Verfahren beantwortet werden können.

Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design
Die Ausstellung macht zentrale Aspekte von Serialität zugänglich und sinnlich erfahrbar und geht dabei auch auf den lokalen Kontext der Stadt Frankfurt ein. In historischer Perspektive thematisiert sie die Entwicklung der seriellen Produktion im Neuen Frankfurt seit den 1920er-Jahren. In aktueller Hinsicht ist sie Teil eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Die Ausstellung bietet einen geschichtlichen Abriss zur Serialität, deren Potenziale sich im Maßstab der Stadt, des baulichen Objekts und der Baukomponenten entfalten konnten.
Vernissage am 23. Juli, 19 Uhr

Die Ausstellung zum derzeit heftig diskutierten und zum Abriss vorgesehenen Sport- und Erholungszentrum Berlin (SEZ), präsentiert neben zahlreichen bauzeitlichen Unterlagen, die die vielschichtige und brisante Entstehungsgeschichte des Baus zwischen Ost und West in der Frontstadt Berlin dokumentieren, auch das originale Architekturmodell des SEZ in seinem verwahrlosten Zustand, für dessen Restaurierung derzeit Spenden gesammelt werden.
Die Ausstellung soll diese Debatte mit einem intensiven Blick auf die Architektur des Gebäudes, die Umstände seiner Entstehung und sein gesellschaftliches Spannungsfeld beleuchten. Sie dient als Materialsammlung und Leseraum, um diese Themen auch im Kontext der geplanten IBA Berlin 2034-37, die sich besonders dem Weiterbau und Umbau widmen möchte, kompetent zu verhandeln.
Vernissage am 28. August, 18.30 Uhr

Das ehemalige Bundeswehrhochhaus wurde zu einem modernen Wohnquartier umgestaltet, das 117 geförderte barrierefreie Wohnungen für junge Menschen, Wohnraum für Familien, Gewerbeflächen und viel Raum für Begegnung bietet.
Mit: Melina Balthasar, Leitung Neubau | Stadtentwicklung | Prokuristin GEWOBA
Magnus App, Geschäftsführender Gesellschafter der Rupert App GmbH & Co (Fassadenbau)
Ingo Riewenherm, Head of Business Development Fassade Deutschland · Cosentino Deutschland GmbH Cosentino (Fassadenmaterial)
Moderation: Emre Onur, Chefredakteur db

Räume für das Gemeinwohl werden immer knapper. Gleichzeitig stehen zahlreiche Gebäude aus verschiedenen Gründen leer oder werden kaum genutzt – vom verlassenen Ladenlokal über ungenutzte Industriehallen und Kirchen bis hin zu brachliegenden Grundstücken. Dabei steckt in solchen Räumen großes Potenzial – vorausgesetzt, sie werden erkannt, geöffnet und gemeinschaftlich weitergedacht. Dafür braucht es innovative Herangehensweisen und Pionier*innen, die diese Wege gestalten.
Mit der Konferenz werden solche Ansätze sichtbar gemacht. Die Konferenz soll dabei Beiträge aus Wissenschaft und Praxis vereinen.

Symposium zum Gedenken an Oliver Thill

Valentien + Valentien in China 1998–2022
Das Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüro Valentien + Valentien gehört zu den ersten deutschen Planungsbüros, die kontinuierlich in China tätig waren. Die Ausstellung zeigt Projekte aus nahezu einem Vierteljahrhundert Arbeit vor Ort und gibt Einblick in die Entwurfsansätze und Planungsmethoden des Büros.
Begleitend zur Ausstellung wird die neue Publikation „Freiräume / Open Spaces in China 1998–2022“ vorgestellt.
