Vor fünf Jahren wurden die fünf Programmsäulen der Städtebauförderung zu drei Säulen zusammengefasst und der Klimaschutz sowie die Anpassung an die Folgen des Klimawandels als weitere Fördervoraussetzung mit aufgenommen. Im letzten Jahr hat die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag die Verdopplung der Bundesmittel von 790 Mio.€ auf 1,58 Mrd.€ in den kommenden Jahren beschlossen. Fast parallel vermelden viele Kommunen deutlich sinkende kommunale Einnahmen, einhergehend mit einem Einstellungsstopp.
Wie kann und sollte sich die Städtebauförderung entwickeln, eines der zentralen Förderinstrumente für Städte und Gemeinden, um städtebauliche Missstände in Quartieren zu beheben.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Mitglieder des Konvents neu berufen und die Vertreterinnen und Vertreter aus ihren Reihen in den Stiftungsrat und Beirat der Bundesstiftung gewählt. Außerdem stellt die Bundesstiftung den Baukulturbericht 2026/27 “Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt” erstmals öffentlich vor und diskutiert ihn mit Gästen. Beim Basislager am ersten Tag der Veranstaltung laden fünf Foren zur Mitwirkung und Mitarbeit an aktuellen Baukultur-Themen ein.

In Zeiten der Transformation wird die Architektur zunehmend von rationalen Rahmenbedingungen geprägt: begrenzte Budgets, die Verwendung vorhandenen Bestands sowie nachvollziehbare Anforderungen an Nachhaltigkeit, Effizienz und eine angemessene Materialwahl bestimmen immer stärker den Entwurfsprozess. Dies führt zu einer spürbaren Verschiebung der Prioritäten innerhalb der Planung. Dennoch gelingt es einzelnen Akteur:innen, auch unter diesen pragmatischen Vorzeichen Räume von poetischer Qualität und atmosphärischer Dichte zu schaffen.
Kommende Termine:
11.06.2026 AMUNT, Aachen/Stuttgart
25.06.2026 AgwA, Brüssel

Bestandsstrukturen bieten den besten Maßstab für eine realistische, ambitionierte Stadtentwicklung – vom Gebäude über das Quartier bis zur Region. Sie fragt nach Synergien zwischen Denkmalpflege und emissionsarmem Bauen, nach sensibler Integration neuer Bauweisen und nach der Vereinbarkeit von Nachverdichtung, Energieeffizienz, Mobilität und neuen Räumen.
Perfekte Lösungen sind selten; entscheidend ist die Kombination vieler „zweitbester“ Ansätze.
Ziel ist es, Orientierung zu geben, Begrenzungen verständlich zu machen und als kreativen Rahmen zu nutzen.

Gute Architektur entsteht im fairen fachlichen Leistungsvergleich. Um der zunehmenden Erosion der Vergabekultur entgegenzutreten, braucht es eine von Auftraggebenden und Berufsstand gemeinsam formulierte Neuprogrammierung – für Verfahren, die schneller und einfacher sind und die unseren Qualitätsanspruch und eine faire Honorierung sichern.
Der 21. BDA-Tag lädt ein, verbändeübergreifend und gemeinsam mit den Auftraggebenden an der Zukunft des Wettbewerbs- und Vergabewesens zu arbeiten: für eine faire und qualitätsorientierte Vergabe, für ein gutes und einfaches Planen und Bauen – ganz zentral auch im Interesse der jungen Generation von Planerinnen und Planern.
Am Abend: Neu im Club. Pecha-Kucha-Abend
Sontag: Architekturspaziergänge in Wuppertal

Rund 70 Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen gestalten das Programm mit Beiträgen zu Themen von Gerechtigkeit, Kunst und Kultur, Bauwende und Architektur, Tourismus und Dorfentwicklung, Bürger*innenenergien und zum Strukturwandel in ganz unterschiedlichen Formaten wie Workshops, Teilhabeangebote, Vorträge, Ausstellungen, Diskurse, Exkursionen, Konzerten und Filmscreenings.

Spielplätze sind besondere soziale Räume, die Quartiere prägen und wichtiger Teil der Stadtentwicklung sind. Das Symposium möchte das Spielen wertschätzen sowie Ideen geben, den Raum neu zu erfinden und die Stadt zu feiern.

Die Gestaltung des Wohnumfeldes wird zur Herausforderung – vielfältige Dachgärten können vor einen wichtigen Beitrag zur Freiflächenversorgung darstellen: Für gemeinschaftliche Nutzung, für Bewegung und Spiel, für Gartenbau auf unterbauten Räumen.
Vortrag von Maria Auböck.

2026 werden in Nordrhein-Westfalen wieder die regionalen BDA-Architekturpreise ausgelobt. Alle drei Jahre sollen sie Projekte in den Fokus rücken, die sowohl architektonisch überzeugen als auch zum sozialen Zusammenhalt, zur Klimaanpassung und zur Qualität unserer Lebensräume beitragen. Wie und ob gute Planung, sorgfältige Ausführung und der kluge Umgang mit Ressourcen, Bestand und Ort in NRW gelingt, werden die 16 regionalen Verfahren zeigen.

In der Veranstaltung wird die Gelegenheit eröffnet, mit Projektleitenden der Montag Stiftungen aus den Disziplinen Pädagogik und Architektur sowie ausgewählten Expert*innen ins Gespräch zu kommen und Anregungen für die Umsetzung eines Schulumbaus u. a. im Rahmen des Ganztagsausbaus, des Startchancenprogramms oder einer Sanierung zu erhalten.
