Auf dem 12. Forum Architekturwissenschaft soll danach gefragt werden, wie sich Entwurfs-, Kommunikations- und Wissensprozesse in der Architektur unter Bedingungen zunehmender Digitalität und Virtualität verändern – und wie sich körpergebundenes Wissen (embodied knowledge) in Bewegung in diesen Umgebungen als epistemische und gestalterische Ressource methodisch erschließen lässt. Interessensbekundung für Teilnahme bis 13. Mai.

Die neunziger Jahre waren geprägt von einem folgenreichen Umbruch der ostdeutschen Industrielandschaft. Werksstilllegungen, Standortaufgaben, Abrisse waren an der Tagesordnung. Heute zeugt oft nichts mehr von den Werksanlagen, da selbst architektonisch und industriegeschichtlich bedeutende Beispiele in jenen Jahren nur selten als erhaltenswert erkannt und unter Denkmalschutz gestellt wurden. Der Fotograf Peter Hamel hat die Kraftwerke in Potsdam-Nord, Brieskow-Finkenheerd und Eisenhüttenstadt 1994 unmittelbar vor oder nach ihrer Stilllegung besucht und in einer Serie eindrücklicher Farbaufnahmen gebannt. Alle drei Standorte, die 1902, 1923 beziehungsweise 1957 in Betrieb gingen, wurden bis zur Jahrtausendwende abgebrochen. Von der fotografischen Arbeit dazu ist erstmals eine Auswahl im Museum Utopie und Alltag zu sehen.

Architekt des Modernen Lebens. Um 1900 vermittelten die Zeichnungen aus dem Atelier Otto Wagners (1841–1918) das Bild einer von der Geschichte emanzipierten und dem „modernen Leben“ verpflichteten Zukunftsarchitektur, sie zählen heute zu den Meisterwerken der Architekturzeichnung.
Weitere Informationen >>>

Aktuelle politische und ökologische Entwicklungen zwingen uns, den Status quo des vermeintlich Richtigen im gegenwärtigen Architekturdiskurs zu überdenken. Es hat den Anschein, dass in unserer Gesellschaftsform der Umgang mit den Begriffen Zweifel und Fehler sowie auch das Eingestehen derselben zunehmend abhandenkommt. Durch diese Entwicklung entzieht sich das Ergebnis immer mehr einem Prozess des Probierens, Scheiterns und Entdeckens und ist letzten Endes nur sich selbst verpflichtet in einer Wiederholung von bereits Bekanntem.
Mit Jórunn Ragnarsdóttir (Lederer Ragnarsdóttir Architekten, DE-Berlin) und Oliver Lütjens (Lütjens Padmanabhan ArchitektInnen, CH-Zürich)

Begrüßung und Kurzfilm:
Prof. Georg Giebler, Vorstand BDA Köln
Vortrag:
Prof. Dr. Jasper Cepl, Bauhaus-Universität Weimar
Podiumsgespräch
„Arbeiten bei OMU“ mit Johannes Götz (angefragt), Anton Bausinger (angefragt), Jasper Cepl und dem Publikum

2026 bietet deutschen Städten vielfältige Möglichkeiten, sich auf europäischer Ebene im Bereich der nachhaltigen, integrierten Stadtentwicklung zu vernetzen. Dazu gehören die Europäische Stadtinitiative („European Urban Initiative“, EUI) sowie URBACT ist Programm für nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung.
Die Veranstaltung bietet einen Überblick über die Einstiegsmöglichkeiten und die diesjährigen Calls aus den beiden Programmen bzw. Initiativen geben.

In der Vortragsreihe „architectural tuesday“ der Fakultät für Architektur der TU Köln geht es um folgende Fragen: Wie gehen wir heute mit Alterung, Obsoleszenz und Abfall um? Welche Potenziale liegen im Erhalt und in der Weiterverwendung bestehender Strukturen?
Termine, Referenten und Themen:
19.05. | Conrad Risch & Jonathan Schmalöer (Architekten, Baukreisel, Köln) – Was schon da ist
09.06. | Prof. Susann Vécsey (Architektin, Vécsey*Schmidt, Basel / ETH Zürich) – Zeitgefühl
23.06. | Bram Aerts (Architekt, ATAMA, Gent) – TRANSFORMATIVE ACTIONS (engl.)

„Positionen“ – die Mittwochabend-Vorträge am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt im Sommersemester 2026
20. Mai 2026
Francesca Torzo, Genua „Building correctly – some reflections and experiences“
27. Mai 2026
Dr. Tom Schoper, Dresden. „Vom Aufenthalt bei den Dingen – Bauen, Wohnen, Denken_2026″
10. Juni 2026
Prof.’in Anett-Maud Joppien. „Korrelationen“
Abschiedsvorlesung,
17. Juni 2026
Prof. Adrien Meuwly, Zürich. Imperfect Precision“
24. Juni 2026
Prof.’in Dr. Christina Eisenbarth: „Produktive Krisen. Wandel gestalten.“
Antrittsvorlesung
8. Juli 2026
Wolfgang Tillmans, Berlin/London: „Vortrag für Architekten“

Als Bildungsorte im Quartier leisten Schulen einen wesentlichen Beitrag zum Entstehen von Gemeinschaft. Sie organisieren und prägen das Zusammenleben sowie Regeln und Rituale gemeinsam mit ihren Schulgemeinden und fungieren als demokratisches Übungsfeld. Zugleich öffnen sie sich der Nachbarschaft und verbinden ihre Angebote mit den Bedarfen der Stadtgesellschaft.
Daraus ergeben sich neue Anforderungen an Planung und Nutzung von Gebäuden und Freiräumen. Auf dem Symposium wird beleuchtet, wie Schulen und Kommunen diese Aufgaben konkret angehen, welche Erfahrungen vorliegen und welche Perspektiven sich daraus entwickeln.

Der Architekturberuf muss immer wieder neu erfunden werden – so vielfältig, wie er ist, so eng verwoben mit der Gesellschaft, der Kultur, der Ökonomie. Um neuen Herausforderungen gerecht zu werden, braucht es Anpassungen, neue Aufgaben müssen in die bekannten integriert werden.
Aber gibt es nicht auch den Kern, der Architektur schon von jeher ausgemacht hat, die Idee der Raumkunst, bei der es in Variationen immer wieder um die gleichen Themen geht? Oder anders gefragt: Wie kann etabliertes Wissen so weiter genutzt werden, dass es uns auch dann nutzt, wenn die Fragen an die Architektur anders gestellt werden?
Termine:
21. Mai 2026 mit Katharina Neubauer TOMAS Transformation of Material and Space, Berlin, Aimée Michelfelder AFEA Association For Ecological Architecture, Berlin und Jurek Brüggen undjurekbrüggen, Berlin
23. Juli mit Dagmar Pelger, coopdisco, Berlin sowie Julia Naumann | Max Wasserkampf, Naumann Wasserkampf Architekten, Weimar
