Das Credo von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekt:innen lautet: Wir müssen den urbanen Untergrund der Städte neu denken. Geben wir den Wurzeln Raum und schaffen gemeinsam ein starkes Netzwerk aus grüner, blauer und vielfältiger Infrastruktur für lebenswerte, zukünftige Städte!

Bauwerke vermitteln jenseits ihrer Funktion auch eine Bedeutung. Sie manifestiert sich über Typus und Form, besonders aber über die verwendeten Materialien sowie deren Fügung. Diese semantischen Erzählungen sind für das Stuttgarter Büro lohrmannarchitekten wichtige Pfeiler ihrer Arbeit. Ihre Ausstellung in der Raumgalerie zeichnet den komplexen Prozess der Findung einer Gebäudegestalt nach, der Raum, Material, Historie und Wandel einbezieht.

Ein Paradigmenwechsel in der Architektur? Matthias Alexander beklagt im Feuilleton der FAZ unter der provokanten Überschrift „Verlässlich hässlich“ eine „Abwesenheit von Schönheit“, die die sozial-ökologisch korrekten Meinungsführer der Szene verursachten – und dass im architektonischen Zusammenspiel von Gemeinschaft und Gesellschaft etwas nicht stimme. Grund genug, darüber zu diskutieren.
Auch als Livestream
Mit:
Jórunn Ragnarsdóttir, Berlin, Stuttgart
Max Dudler, Berlin, Frankfurt, München, Zürich
Peter Grundmann, Berlin
Moderation:
Peter Cachola Schmal, Frankfurt am Main
siehe dazu auch:
https://www.marlowes.de/the-good-the-bad-and-the-ugly/
https://www.marlowes.de/werte-wandel-vernunft/

Handwerkliche Produktion findet in Kairo unter freiem Himmel und direkt an der Straße statt. Einzelne Gewerke sind meist in bestimmten Vierteln oder Straßenzügen konzentriert, so bis vor Kurzem auch die Stuckwerkstätten. Luc Merx hat diese Werkstätten, die zum großen Teil inzwischen abgerissen wurden, in vier Fotoserien dokumentiert. Seine Fotografien zeigen die einmalige Ästhetik dieser Räume mit vielfältigen Bezügen zur Baupraxis und Bau- und Kunstgeschichte.

Die klassische Flächenversiegelung und der Abriss von Bestandsgebäuden sind angesichts von Klimazielen, Ressourcenknappheit und gesellschaftlichem Wandel kaum noch tragbar. Stattdessen rücken intelligente Lösungen im Umbau, in der Aufstockung und Nachverdichtung ins Zentrum der Diskussion. Denn: In Deutschlands Städten schlummern enorme Potenziale in bestehenden Gebäuden, die durch kreative Umnutzung und Erweiterung aktiviert werden können.

Klimaanpassung als planerische Aufgabe: Hitze, Gesundheit und die Rolle der Landschaftsarchitektur
Die fortschreitenden klimatischen Veränderungen stellen Städte weltweit vor wachsende Herausforderungen. Insbesondere der Urban-Heat-Island-(UHI)-Effekt führt zu erheblichen gesundheitlichen und ökologischen Belastungen.
Es geht um zentrale Fragen der klimaangepassten Entwicklung unserer Städte.

Nach wie vor kommt eine große Zahl von Flüchtlingen auch nach Baden-Württemberg. Die Kommunen haben weiterhin Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten. Gebäude in Holzbauweise bieten hierfür besonders geeignete Lösungen – schnell, flexibel und nachhaltig.
Wo und wie lassen sich zusätzliche Kapazitäten schaffen und für wie lange? Wie müssen Gebäude beschaffen sein, wenn eine nachhaltige Nutzung im Vordergrund steht? Und welche vergaberechtlichen Rahmenbedingungen sind dabei zu beachten?

In Thüringen hat sich in den letzten Jahren eine sichtbare Praxis rund um die Aktivierung von Leerstand entwickelt. Ausgangspunkt davon ist es, Leerstand als Ressource zu begreifen, als LeerGut. Die zweitägige Veranstaltung im April verbindet Fachimpulse, Austausch und praxisnahe Exkursionen zu inspirierenden Projekten und ihren Macherinnen und Machern in Thüringen.

Stadtnatur ist kein grünes Extra, sondern Teil der Stadtpolitik. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung geht, sondern um Nutzungskonflikte, Ressourcen und Verantwortung.
Wie lässt sich unter diesen Bedingungen heute entwerfen und handeln?
Mit: Véronique Faucheur und Marc Pouzol von atelier le balto (Landschaftsarchitekt*innen, künstlerische Leitung der Baumschule Kulturforum), Christian Hiller und Alex Nehmer (ARCH+), Stefanie Hennecke (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Marianna Sonneck und Georg Reinhardt (Club Real)
Moderation: Fanny Brandauer (Landschaftsarchitektin, Produktionsleiterin Baumschule Kulturforum)

Wie gestalten junge Menschen Baukultur? Diesmal steht der Nachwuchs im Mittelpunkt: Engagierte präsentieren ihre Projekte, Impulse aus Theorie und Praxis geben Denkanstöße, mit Raum für Diskussion, Vernetzung sowie einem Abschluss an der Langen Tafel. Seien Sie dabei!
