Stadtnatur ist kein grünes Extra, sondern Teil der Stadtpolitik. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung geht, sondern um Nutzungskonflikte, Ressourcen und Verantwortung.
Wie lässt sich unter diesen Bedingungen heute entwerfen und handeln?
Mit: Véronique Faucheur und Marc Pouzol von atelier le balto (Landschaftsarchitekt*innen, künstlerische Leitung der Baumschule Kulturforum), Christian Hiller und Alex Nehmer (ARCH+), Stefanie Hennecke (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Marianna Sonneck und Georg Reinhardt (Club Real)
Moderation: Fanny Brandauer (Landschaftsarchitektin, Produktionsleiterin Baumschule Kulturforum)

Wie gestalten junge Menschen Baukultur? Diesmal steht der Nachwuchs im Mittelpunkt: Engagierte präsentieren ihre Projekte, Impulse aus Theorie und Praxis geben Denkanstöße, mit Raum für Diskussion, Vernetzung sowie einem Abschluss an der Langen Tafel. Seien Sie dabei!

Ein Abend zum ersten Todestag von Klaus Ronneberger
Im Dreikönigskeller in Sachsenhausen hatte der Frankfurter Urbanist und ehemalige Plattenhändler Klaus Ronneberger gemeinsam mit dem ebenfalls dort lebenden Popkritiker Klaus Walter einst einen legendären Auftritt, schlicht „Klaus & Klaus“ genannt: Plattenauflegen und dazu schlau reden.
Parallel zur Übernahme seiner feinen Plattensammlung ans Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin wird noch einmal Musik und Erinnerungen zu Gehör gebracht.

Die Konferenz befasst sich mit der Frage, wie strikt Neubau eingeschränkt werden sollte, wo Neubauten die bessere Lösung darstellen und wie man entscheiden kann, was im jeweiligen Einzelfall die maßgeblichen Kriterien sein könnten.

Die schöpferische Identität von Architekt:innen wird während der jahrelangen Ausbildung kultiviert und geformt. Vieles von dem, was uns während dieses Prozesses begleitet, wird durch einen bereits fest etablierten Lehrplan über Generationen stetig weiter reproduziert.
Welche Bedeutung haben diese Prägungen für den öffentlichen Diskurs und für die soziale Gerechtigkeit? Das intersektional feministisches Kollektiv LOOM setzt genau hier an: Als Antwort und als Gegenbewegung. Als Raum für Sichtbarkeit, Reflexion und neue Vorbilder.

Auf der Passivhaustagung geht es um das Ziel eines klimagerechten und zukunftsfähigen Gebäudebestands.

Im Europa des 19. Jahrhunderts verstärkte die koloniale Expansion den Drang, in die weite Welt aufzubrechen. Reisen und Berichte über ferne Länder erzeugten märchenhafte, verführerische und gleichzeitig hierarchisierend rassistische und sexistische Fantasien, die sich in der Raumgestaltung materialisierten.
Auch in Stuttgart ist das Exotische bis heute im Stadtbild eingeschrieben. Die Ausstellung macht Exotismus in Stuttgart ausfindig und kontextualisiert ihn in seiner städtebaulichen und architektonischen Relevanz. Die Dekonstruktion seiner architektonischen Merkmale und Bedeutungsursprünge lädt dazu ein, den Einfluss des historischen und zeitgenössischen Exotismus auf etablierte Wahrnehmungsmuster kritisch zu hinterfragen. Die Illusion des “Anderen“ soll als eine in Europa geschaffene und fortwirkende Fantasie entschleiert werden.
Vernissage am 24. Februar, 19 Uhr

Wie lassen sich bestehende Gebäude nachhaltig weiterentwickeln, verdichten und in lebenswerten Raum verwandeln? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Veranstaltung im Kloster Reimlingen. Gemeinsam mit Expert:innen aus Planung, Bau und Immobilienwirtschaft werden Impulse gegeben, inspirierende Praxisbeispiele vorgestellt und die Chancen des Holzbaus im Bestand aufgezeigt.

Neuer Wohnraumbedarf in den Städten und Leerstand auf dem Land – Platzmangel hier, Überangebot dort. In Thüringen geht es um beides, gleichzeitig. Die Wohnungsfrage im Freistaat ist zugleich eine Frage des Ausgleichs und der Kooperation. Und sie kann zum Angebot an ein zukunftsfähiges StadtLand werden.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel“ der Bauhaus-Universität Weimar und der Goethe-Universität Frankfurt statt. Im Rahmen des Baukultur-Gesprächs wird die Ausstellung „Lücken füllen – Wohnraum schaffen“ der Wüstenrot Stiftung eröffnet.

Von 1924 bis 1927 verwirklichten Le Corbusier und Pierre Jeanneret eine experimentelle Wohnsiedlung mit 51, meist bunt gestrichenen Wohneinheiten im französischen Pessac, das unmittelbar neben Bordeaux liegt. Die Siedlung war ein frühes Experimentierfeld für standardisiertes und kostengünstiges Bauen. Ausgehend von einem einheitlichen Modul, schuf Le Corbusier in der Cité Frugès fünf verschiedene Haustypen.
Die Architekturhistorikerin Dr. Paola Scaramuzza (ÉNSA Versailles, A-BIME), die die Siedlung eingehend untersucht hat, stellt die Cité Frugès in ihrem Vortrag vor und geht speziell auf deren Farbigkeit und spätere Geschichte ein.
