Gespräch und Besichtigung mit: Julian Meisen (Architekt, Common Agency), Feena Fensky (Vorständin der Neues Amt Altona eG), Brigitte Scholz (Leiterin Amt für Landesplanung und Stadtentwicklung, Freie und Hansestadt Hamburg), Regine Marxen (freie Redakteurin und Mitglied der Neues Amt Altona eG)
Moderation: Anh-Linh Ngo (ARCH+)

Auf dem Festival soll alles geteilt werden, was Thüringen voranbringt: ausgezeichnete Projekte, kluge Prozesse, visionäre Ideen, wertvolle Erfahrungen und Ressourcen.

Die Entwicklung der Städte und Gemeinden ist derzeit geprägt von einem großen Handlungsdruck und der Frage, wie die Aufgaben der Transformation am besten und zum Wohle aller anzugehen sind. Die zunehmende Geschwindigkeit, mit der multiple Krisen gleichzeitig auftreten, fordert dazu auf, Prozesse neu zu denken sowie schneller umzusetzen. Gleichzeitig werden von Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft bereits viele innovative Ideen für eine demokratische, resiliente und schnelle Umsetzung von Planungsprozessen erprobt und umgesetzt, die während des Kongresses präsentiert werden. Im Mittelpunkt dabei stehen neue Formen der Zusammenarbeit sowie reformierte Planungsabläufe, die anhand konkreter Projekte diskutiert werden.

Im Rahmen des Sächsischen Themenjahres „Tacheles“ zeigt das ZfBK eine Ausstellung zum Jüdischen Bauen in Sachsen.
Dabei betrachtet die Ausstellung einerseits, welchen Platz die Synagogen in ihren Heimatstädten vor der Shoah einnahmen, andererseits beleuchtet sie ihre heutigen Verortungen.

2026 werden in Nordrhein-Westfalen wieder die regionalen BDA-Architekturpreise ausgelobt. Alle drei Jahre sollen sie Projekte in den Fokus rücken, die sowohl architektonisch überzeugen als auch zum sozialen Zusammenhalt, zur Klimaanpassung und zur Qualität unserer Lebensräume beitragen. Wie und ob gute Planung, sorgfältige Ausführung und der kluge Umgang mit Ressourcen, Bestand und Ort in NRW gelingt, werden die 16 regionalen Verfahren zeigen.

Die Ausstellung stellt die Architektin Anna Heringer anhand ihrer Bauten, Kooperationen und den Ansatz „Form Follows Love“ vor. Im Zentrum steht ihre Haltung, Architektur als soziales und kulturelles Handeln zu verstehen – geprägt von Achtsamkeit, Verantwortung und Vertrauen. Vorgestellt werden Projekte, Materialien und Arbeitsweisen, die lokale Ressourcen, Handwerk und Gemeinschaft verbinden. Ein eigener Teil widmet sich der Methode „Claystorming“, die Anna Heringer gemeinsam mit Martin Rauch entwickelt hat und mit der sie Entwurf, Intuition und kollektive Erfahrung verknüpft.

Die Ausstellung von Boltshauser Architekten zeigt den vielfältigen und innovativen Einsatz von Lehm in ihrer Architektur. Zu sehen sind Projekte und Modelle, Prototypen von Lehmelementen und Materialproben, sowie Skizzen von Roger Boltshauser. Bilder und Fotografien bekannter KünstlerInnen wie Daniel Schwartz, Heidi Bucher, Arnulf Rainer, Sandro Livio Straube, Luca Ferrario, Niklas Eschenmoser und Philip Heckhausen ergänzen den architektonischen Blick.

Symposium zum Gedenken an Oliver Thill

Die Ausstellung „Leben an den Rändern“ mit 49 großformatigen Fotografien führt zu Menschen in zehn Ländern von Afghanistan bis Venezuela, die am Rand leben: am Rand der physischen Existenz, eingeschränkt in ihrer Bewegungsfreiheit, bedroht von Gewalt. Florian Bachmeier zeigt, wie Profitgier, Klimawandel und Krieg die Lebensgrundlagen von Menschen zerstören. Er erzählt aber auch, wie Menschen trotz widriger Umstände ein würdiges Leben gestalten und solidarisch handeln.

Der Balthasar-Neumann-Preis ist ein seit 1994 ausgelobter Architekturpreis, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird. Seine herausragende Stellung bezieht der Preis aus seiner Zielsetzung: Es werden realisierte Architektur – und Ingenieurbauwerke, die besondere Merkmale der integralen Planung und vorbildhafte baukulturelle und technische Qualitäten unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten aufweisen, ausgezeichnet.
Gesucht werden innovative, gemeinschaftlich geplante und gebaute Projekte, die eine hohe Gestaltqualität aufweisen und sich dem nachhaltigen Bauen verpflichtet fühlen. Hierbei sind Aspekte wie die Energieeffizienz, die CO2-Emissionen, der Ressourcenverbrauch, die Recyclefähigkeit und die Klimafolgenanpassung von besonderer Bedeutung.
