Die französische Innenarchitektin und Möbeldesignerin Charlotte Perriand war viele Jahre lang eine unterschätzte Pionierin der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts – sie bewegte sich in einer von Männern dominierten Arbeitswelt, und es dauerte Jahrzehnte, bis ihre Arbeit vollends gewürdigt und ihre radikal innovativen Ideen erkannt wurden. Lange Zeit wurden weltberühmte Möbelstücke, die von Perriand – oder in Zusammenarbeit – entworfen wurden, anderen zugeschrieben. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zu einer eigenständigen Designerin, die dank ihrer Offenheit, ihrer Neugier und ihrer Erforschung neuer Materialien und Formen ihre eigene Designsprache fand.

Diese Ausstellung setzt sich kritisch mit den materiellen und räumlichen Auswirkungen der Dateninfrastruktur auseinander, indem sie die Orte aufzeigt, an denen Daten verarbeitet und konsumiert werden.
Indem Orte der Dateninfrastruktur offengelegt werden und das Bewusstsein für unseren planetarischen Daten-Fußabdruck geschärft wird, entstehen Fragen zum Umgang mit Daten. Was soll behalten und was gelöscht werden? Die Ausstellung eröffnet eine Diskussion über die potenzielle Rolle von Daten bei der Förderung einer demokratischen und ökologisch verantwortungsvollen kollektiven Zukunft.

7. BDA-Hochschultag der Architektur
Wie kann das Studium zum Labor für eine klimagerechte Architektur werden – praxisnah, experimentell und gesellschaftlich wirksam?
Reallabore sind ein vielversprechender Ansatz, um solche Herausforderungen ins Zentrum der Lehre zu stellen. Wie kann dieses praxisnahe Format in der Lehre umgesetzt werden? Wie sind solche Lernräume zu konzipieren, so dass Studierende im Dialog mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen gewinnen? Und welche Impulse können Lehrende aus diesen Formaten für die Reflexion und Weiterentwicklung ihrer eigenen Lehre erhalten?

Seit 2006 bietet das Symposium Health Care of the Future eine Plattform für den Austausch über Entwicklungen im Gesundheitswesen und deren Einfluss auf Architektur und Planung. Die 11. Ausgabe widmet sich dem Thema ExSTRUCTURA. Smart Care, Human Values – dem Auflösen, Neuordnen und Weiterdenken von Gesundheitsarchitektur in einer Zeit tiefgreifender technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen.

Die Kunstmuseen Krefeld widmen der französischen Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903–1999) die erste Retrospektive im deutschsprachigen Raum. Ihre visionären Gestaltungsansätze sind bis heute aktuell. Sie zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten, die aus dem Studio von Le Corbusier hervorgingen. Die Schau konzentriert sich auf Perriands innovative Beiträge zum Wohnen und entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Archives Charlotte Perriand.

Die Ausstellung eröffnet einen Einblick in das digitale Archiv des Schweizer Landschaftsarchitekten Maurus Schifferli und versteht dieses nicht als bloße Sammlung abgeschlossener Projekte, sondern als dynamisches Ordnungssystem des Denkens. Ideogramme, Zeichnungen, Fotografien, Pläne und Projektfragmente bilden ein relationales Gefüge, in dem sich Entwurfsprozesse, Erinnerungen und Motive überlagern und fortschreiben.
Eröffnung, 20. Januar 2026, 19 Uhr

Wie lässt sich öffentlicher Raum heute definieren – und für wen ist er zugänglich? Mit
public preposition untersucht Mischa Kuball diese Fragen unmittelbar im Stadtraum und
überführt sie in den Ausstellungsraum des Baukunstarchivs NRW. Ausgangspunkt ist die
Beobachtung, dass Öffentlichkeit kein statischer Zustand ist, sondern sich aus Beziehungen
zwischen Orten, Menschen und Bewegungen formt. Kuball macht diese Beziehungsgeflechte
sichtbar, indem er historische, politische und alltägliche Kontexte markiert und
neu lesbar macht – in drei Interventionen im Dortmunder Stadtraum, in einer Ausstellung,
die als fortlaufender Prozess angelegt ist, sowie einem vertiefenden Symposium am 6. März.

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Mit der Eröffnung dieser beiden großen Ausstellungen im Bauhausgebäude und im ehemaligen Kaufhaus Zeeck in der Dessauer Innenstadt erreicht das Dessauer Bauhaus-Jubiläum seinen Höhepunkt.
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Die Ausstellung lädt die Besuchenden ein, sich voll und ganz in den „Kosmos Architektur“ des in Bonn arbeitenden und in Aachen lehrenden Architekten und Professors Uwe Schröder zu vertiefen. Von Beginn an ist die praktische Arbeit Schröders als Architekt von Theoriebildung geprägt. Die beiden Säulen Theorie und Praxis werden ab dem Jahr 2000 durch eine dritte ergänzt: die Lehre. In einer steten Wechselwirkung beeinflussen sich diese drei Ebenen seitdem und führen zu einem sich konstant vertiefenden Verständnis architektonischer Grundbedingtheiten.
Zur Ausstellung werden die beiden im Berliner Jovis Verlag publizierten Neuerscheinungen „Uwe Schröder Werkverzeichnis I“ und „II“ vorgestellt.
Eröffnung am 23. Januar um 14 Uhr

Auszeichnungsverfahren läuft unter dem Motto ZWISCHEN-RAUM-STADT-LAND – Planungen und Projekte des Übergangs.
In den Blick genommen werden dabei alle Projekte der Quartiersentwicklung und Nachverdichtung, der Zwischennutzung und Bestandsentwicklung, des Übergangs von der Stadt zur Landschaft, vom privaten zum öffentlichen Freiraum. Gesucht werden innovative Projekte, die den baulich-räumlichen Zusammenhalt von Stadt und Land fördern beziehungsweise aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten den sozialen Zusammenhalt stärken oder als Zwischennutzung temporäre Impulse für die Quartiersentwicklung geben.
