Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln anschauliche Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Blick richtet sich vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, für die Besucher:innen sichtbar zu machen, welche räumlichen und technischen Grundlagen es für unsere Nahrungsproduktion gibt – und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Mit der Transformation eines ehemaligen Druckhauses in der Siegener Innenstadt zu einem Lehr-, Lern- und Atelierhaus formuliert das Department Architektur der Universität Siegen weit mehr als einen Ortswechsel. Die Neue Architekturschule Siegen versteht Architektur als gesellschaftliche Praxis, die Transformation nicht nur gestaltet, sondern selbst hervorbringt. Das Projekt wird damit zum Experimentierfeld einer Architekturlehre, die ihr eigenes institutionelles Umfeld zum Gegenstand des Entwerfens macht. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass die Herausforderungen der Gegenwart nicht durch das bloße Vollziehen etablierter Verfahren beantwortet werden können.

Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design
Die Ausstellung macht zentrale Aspekte von Serialität zugänglich und sinnlich erfahrbar und geht dabei auch auf den lokalen Kontext der Stadt Frankfurt ein. In historischer Perspektive thematisiert sie die Entwicklung der seriellen Produktion im Neuen Frankfurt seit den 1920er-Jahren. In aktueller Hinsicht ist sie Teil eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Die Ausstellung bietet einen geschichtlichen Abriss zur Serialität, deren Potenziale sich im Maßstab der Stadt, des baulichen Objekts und der Baukomponenten entfalten konnten.
Vernissage am 23. Juli, 19 Uhr

2025 präsentierte der erste Teil der Ausstellung ›Produktive Region‹ Visionen für ein Zusammendenken sozialer und natürlicher Ressourcen in einer neu erdachten Region Kreuzberg–Hellersdorf–Ostbrandenburg.
Der zweite Teil der Ausstellung stellt ein Denkmodell für eine solidarische lokale Ökonomie für die ›Produktive Region‹ vor. Diese Ökonomie fordert mehr lokale Souveränität und weniger Bestimmung durch den globalen freien Markt.

Begegnungsorte nehmen eine zentrale Rolle für gesellschaftliche Teilhabe und als demokratische Aushandlungsorte ein. So wichtig ihre gesellschaftliche Funktion ist, so unterschiedlich entstehen und entwickeln sich Begegnungsorte in Quartieren landesweit.
Die Tagung beleuchtet unterschiedlichste Arten von Begegnungsorten und stellt die Frage nach erfolgreichen Beispielen von Planung über Betrieb, bis hin zur Weiterentwicklung dieser Orte in den Fokus.

Der Architekt und Hochschullehrer Oswald Mathias Ungers wäre 2026 einhundert Jahre alt geworden. Zu seinen Verdiensten zählt ein Kongress zur Architekturtheorie, den er 1967 an der Technischen Universität Berlin organisiert hatte. Nun soll knapp 60 Jahre später ein Update vorgenommen werden. Wo stehen wir heute?

Die Ausstellung stellt die unterschiedlichen Etappen des Platten-Wohnungsbaus auf vielfältige Weise vor: Von zeitgenössischen Modellen, Fotos, Entwürfen und eine künstlerische Rauminstallation über spielerische Zugänge und Interviews bis zum digitalen Tetris-Plattenbau-Spiel reicht die Bandbreite der Exponate. Vorgestellt werden die verschiedenen Phasen von 1945 bis heute – und es wird ein Blick in die Zukunft gewagt

Josef Kaiser (1910–1991) zählt zu den prägenden Architekten der DDR. Zwischen 1950 und 1984 war er federführend an zahlreichen, überwiegend repräsentativen Staatsbauten beteiligt. Internationale Beachtung fanden seine modernen Entwürfe an der Berliner Karl-Marx-Allee, die als Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses der DDR galten. Viele seiner Bauten, darunter das ikonische Kino International, stehen heute unter Denkmalschutz. Die Ausstellung zeigt erstmals Leben und Werk anhand von Zeichnungen, Collagen, Fotografien, Filmen sowie Modellen und beleuchtet politische und ästhetische Spannungsfelder.
Bild: ©IRS Erkner, Bestand Lothar Willmann

Too Hot zeigt Beispiele aus dreizehn europäischen Städten verschiedener Klimata, von der Kleinstadt bis zur Metropole. Sie reagieren auf die Klimakrise mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung: darunter gebaute Projekte, strategische Planungen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die Ausstellung veranschaulicht, wie vielfältig dieser Wandel aussehen kann und von welchen sozialen Fragen und gesellschaftspolitischen Diskursen er begleitet wird.

Die Ausstellung präsentiert ein zentrales Forschungsprojekte von Tomás Saraceno: Aerocene und Arachnophilia sowie eine neue, gemeinsam produzierte Auftragsarbeit, die gemeinsam mit Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes im Norden Argentiniens entwickelt worden ist. Deren fortwährender Kampf gegen den Lithiumabbau und die damit verbundene Beeinträchtigung der lebenswichtigen Wasserkreisläufe in der Region bilden den Ausgangspunkt für ein Kunstwerk, das sich über die Grenzen des Ausstellungsraums hinaus erstreckt.
