Ausgehend von der Sammlung des Museum Ostwall, die früh künstlerische Auseinandersetzungen mit Müll und Konsum in globalen wie regionalen Kontexten aufgriff, bringt die Ausstellung historische Positionen seit den 1960er-Jahren in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst. Künstler*innen untersuchen Müll als materielles Überbleibsel von Wohlstand, als verdrängtes Nebenprodukt moderner Lebensweisen und als Ausdruck globaler Ungleichheiten.

Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten. Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt.
Dabei birgt der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhausbestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise.

Die Ausstellung erzählt diese wechselvolle Geschichte von der Kunst zum Park und zurück zur Kunst. Gezeigt werden Gemälde barocker Parkanlagen als Sinnbilder von Macht, Landschaftsbilder des 18. Jahrhunderts als Vorbilder der englischen Gärten, romantische Arbeiten als Ausdruck innerer Landschaften, impressionistische Werke als Studien von Licht und Atmosphäre, Darstellungen des frühen 20. Jahrhunderts als Beobachtungen gesellschaftlicher Räume, expressionistische Parkmotive als psychisch aufgeladene Szenen in intensiven Farben und rhythmischen Linien, fotografische Positionen, die Struktur und Rhythmus der Anlagen sichtbar machen, sowie zeitgenössische Arbeiten, die das Verhältnis von Mensch und Natur neu befragen.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Frage, die aktueller kaum sein könnte: Wie bauen wir weiter, wenn eigentlich schon alles da ist? Bauen im Bestand ist kein Nischenthema für Fachkreise, sondern eine zentrale Zukunftsfrage unserer Stadt, die alle betrifft. Die Ausstellung bricht bewusst mit klassischen Formaten: Statt Hochglanz-Modellen hinter Glas erwarten die Besucherinnen und Besucher Modelle zum Weiterbauen. Statt Abstand zu den Exponaten wird zum Mitmachen, Ausprobieren, Umbauen und Neu-Denken angeregt.

Die Entwicklung der Städte und Gemeinden ist derzeit geprägt von einem großen Handlungsdruck und der Frage, wie die Aufgaben der Transformation am besten und zum Wohle aller anzugehen sind. Die zunehmende Geschwindigkeit, mit der multiple Krisen gleichzeitig auftreten, fordert dazu auf, Prozesse neu zu denken sowie schneller umzusetzen. Gleichzeitig werden von Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft bereits viele innovative Ideen für eine demokratische, resiliente und schnelle Umsetzung von Planungsprozessen erprobt und umgesetzt, die während des Kongresses präsentiert werden. Im Mittelpunkt dabei stehen neue Formen der Zusammenarbeit sowie reformierte Planungsabläufe, die anhand konkreter Projekte diskutiert werden.

Die Ausstellung von Boltshauser Architekten zeigt den vielfältigen und innovativen Einsatz von Lehm in ihrer Architektur. Zu sehen sind Projekte und Modelle, Prototypen von Lehmelementen und Materialproben, sowie Skizzen von Roger Boltshauser. Bilder und Fotografien bekannter KünstlerInnen wie Daniel Schwartz, Heidi Bucher, Arnulf Rainer, Sandro Livio Straube, Luca Ferrario, Niklas Eschenmoser und Philip Heckhausen ergänzen den architektonischen Blick.

Die Schau beleuchtet Ungers’ Verständnis von Architektur als geistige Disziplin. Als Ausdruck einer Ordnung, in der Raum, Proportion und Kunst zu einer Einheit verschmelzen. Gerade heute, in einer Zeit, in der Architektur zunehmend zwischen technischer Funktion, ökologischer Verantwortung und ästhetischem Anspruch vermittelt, gewinnt Ungers’ Verständnis neue Aktualität.

Unter dem Motto „Ideen für eine IBA 2030 und EXPO 2035 in Berlin und Brandenburg“ ruft die Plattform Nachwuchsarchitekt*innen 2026 wieder alle Kreativen auf, ihre ungebauten, nicht realisierten Entwürfe aus den Schubladen und von den Wänden zu holen, die möglichst nicht älter als drei Jahre sind.

Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989
Die Ausstellung „Global – Neutral“ folgt den Spuren österreichischer Architekt*innen, die zwischen 1955 und 1989 in afrikanischen und asiatischen Ländern tätig waren – in einer Zeit weltpolitischer Umbrüche, in der viele Staaten ihre Unabhängigkeit von Kolonialmächten erlangten und internationale Kooperationen vom Kalten Krieg geprägt waren.

Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln anschauliche Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Blick richtet sich vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, für die Besucher:innen sichtbar zu machen, welche räumlichen und technischen Grundlagen es für unsere Nahrungsproduktion gibt – und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.
