Irgendwann einmal ist Nathalie Wolff mit Matthias Bumiller durch Reichstett flaniert, einen kleinen Ort nördlich von Straßburg, in dem sie aufwuchs. Über die Jahre ist ihr einst Vertrautes ist fremd geworden. Aber Distanz schärft die Wahrnehmung, verändert den Blick auf Häuser und Hecken, Gärten und Garagen. Entstanden ist bei diesem Besuch eine liebevolle, augenzwinkernde Hommage an jene in den Fotografien unsichtbar bleibenden Bewohnerinnen und Bewohner, die unbeirrt von Regeln, Moden und Zeitgeist ihren ganz eigenen Stilvorstellungen folgen. Zum Foto-Essay >>>
Binnenkonjunktur, Exportweltmeisterschaft, Konsum, Wirtschaftswachstumszwang: Die Wohlstandsgesellschaft produziert Sachen, die großteils nicht gebraucht werden und früher oder später im Müll landen – von Verpackungen ganz zu schweigen. Die Fotografien zeigen eine Entsorgungsweise, die sich dem Blick der Öffentlichkeit entzieht: die Müllverbrennung. Zum Foto-Essay >>>
Die ikonischen Gebäude des mexikanischen Architekten Luis Barragán sind Inbegriff der mexikanischen Moderne. Wesentlichen Anteil daran hatte die Fotografie. Nina Kirste hat sich von der erdrückenden Präsenz bekannter Fotos nicht beeindrucken lassen und sich auf den Weg gemacht, Barragáns Architektur neu zu entdecken und sich dabei darauf konzentriert, in stillen Kompositionen der Architektur zu neuer Präsenz zu verhelfen, die sie in einer alltäglichen Beiläufigkeit ihrer vermeintlichen Zeitlosigkeit enthebt und den Augenblick als vergängliches Momentum einfängt. Zum Foto-Essay >>>
Der französische Philosoph François Jullien versteht Kultur als eine Ressource, deren Potenzial darin besteht, genutzt und transformiert zu werden; die sich dadurch auszeichnet, dass sie mutiert, dass sie sich permanent verändert. Das erst macht lebendig und wertvoll. In Istanbul, der kulturellen Brücke am Bosporus, hat Florian Stocker diese Ressource beim Blick nach oben eingefangen. Zum Foto-Essay >>>
Von Hongkong kennen wir üblicherweise die beeindruckenden Bilder einer extrem dichten, lebendig-hektischen Großstadt. Doch auch hier ist der Sonntag der Tag für eine Pause. Gassen, Straßen, Höfe, insbesondere abseits der Hauptstraßen, sind dann kaum belebt, Details werden sichtbar, die man sonst kaum wahrnimmt. Metropolis Sunday von Matthias Forster nimmt die Betrachtenden mit auf einen Streifzug hinter die glänzenden Hochhauskulissen. Er findet das Licht im Dunkeln, das Schöne im Hässlichen und das Virtuose im Banalen. Zum Foto-Essay >>>