Vieles muss sich ändern, wenn die Erde bewohnbar bleiben soll – das wissen wir. Aber wenn es konkret werden soll, fehlen die Erfahrungen. Oder es wird gerade nur so viel geändert, dass möglichst viel so bleiben kann, wie es ist. Das muss man nicht hinnehmen, denn es bieten sich andere Optionen.
Das Bauen in stark durch die Geschichte bestimmtem Umfeld fordert besonders heraus: Den Bestand zu respektieren, ohne sich von ihm lähmen zu lassen, das ist die Kunst. In Lübeck und in Stralsund ist zu erleben, wie das konkret aussehen kann.
Als Abschluss einer Reihe von Monografien über den Städtebau in europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts erschien „Städtebau im Nationalsozialismus“. Darin wird sowohl die Dynamik als auch die komplexe Verflechtung des Städtebaus in die politischen Ziele und Entwicklungen exzellent aufbereitet – und die europäische Perspektive nicht nur im Rückblick gefordert.
Am 30. Januar wurde der DAM-Preis verliehen. Die Entscheidung der Jury folgt klar erkennbaren Kriterien: Architektur wird nicht nur als ästhetisches Objekt, sondern wesentlich auch in seiner gesellschaftlichen Relevanz bewertet. Vielleicht ist da aber noch ein bisschen mehr.
In einem Interview sprach Juli Zeh vor kurzem über die Menschen in ihrem Dorf, die AfD wählen. Das führte zu einigen Diskussionen, die auch aufgriffen, wie die Stadt auf das Land schaut. Und dieses Diskussionen sind wichtig. Weil sie komplexer, als es manchen lieb sein könnte.
Studierte zunächst Kunst, dann Architektur in Aachen, Florenz und Stuttgart. War Redakteur der db, gründete mit Ursula Baus und Claudia Siegele 2004 frei04 publizistik. Schreibt Texte über Architektur und für freies Theater, macht Ausstellungen an der architekturgalerie am weißenhof und ist Landessekretär des BDA Hessen.
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