Der Kulturpalast Bitterfeld war einer der größten Kulturbauten der jungen DDR. 1954 mitten zwischen den Werksanlagen eröffnet, sollte das in kargem Neoklassizismus errichtete Haus mit Großem und Kleinem Saal, riesiger Bühne, Gaststätte und diversen Klubräumen den Chemiearbeitern den Zugang zu den „Höhen der Kultur“ erleichtern. Martin Maleschka, Fotograf und akribischer Sammler baubezogener DDR-Kunst, war beim ersten Ortsbesuch von den bauzeitlichen Glasleuchten überall an den Decken fasziniert. Kurzentschlossen versammelte er die markantesten Designstücke zu einer kleinen Typologie, in der eine längst verflossene Handwerkskunst heute schon wieder nostalgische Sehnsüchte weckt. Wolfgang Kil Das Festival OSTEN lädt dazu ein, die historischen Interieurs ein letztes Mal festlich zu bespielen. Vom 1. bis 17. Juli 2022 können Freunde, Sympathisanten und Neugierige im „KuPa“ Theaterstücke, Diskussionsrunden, Tanzpartys besuchen oder einfach das Haus besichtigen. Zum Foto-Essay >>> Informationen zum Festival OSTEN unter https://osten-festival.de/ . Dokumentation den Kulturpalast und seine Retter: https://www.ardmediathek.de/video/der-osten-entdecke-wo-du-lebst/der-kulturpalast-bitterfeld-geliebt-bedroht-gerettet/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9lMWQ5ZGNmYS04OGIwLTRiZDItYTI5ZS1jNGFkYzY0MTgyNGI
Bilder eines Archivs – Ansichten Bremens – werden so zugeschnitten, dass sich überraschende Überlagerungen ergeben, sich historische und gegenwärtige Szenerie voneinander zu erzählen scheinen, ohne dass sich zwischen beiden ein hierarchisches Verhältnis aufbauen müsste. Vergangenheit und Gegenwart halten einander die Waage, und so werden die Veränderungen, Kontinuitäten, Brüche, Weiterentwicklungen und Verlust zu einem Raum gefügt, in dem die Zeit als eigene Dimension präsent ist. Zum Foto-Essay >>>
Das junge portugiesische Büro fala hat eine Art zweiter Sprache entwickelt, die sich hinter der Pragmatik verbirgt, mit der auf die Anforderungen und Erwartungen von Bauherrn, der Verwaltung und Bauunternehmer reagiert wird. Fala verwirklicht damit eine Architektur, nach der nicht gefragt wurde, die aber trotzdem funktioniert, gerade weil sie nicht beachtet wurde. Derzeit wird die Arbeit von fala in der architekturgalerie am weißenhof in Stuttgart gezeigt. Wir zeigen eine Auswahl der dort zu sehenden Bilder. Zum Foto-Essay >>>
Für Norbert Miguletz sind die 1970er bis heute die interessantesten Jahre der Fotografie, der Musik, des Films, der Kunst geblieben. Und auch die Architektur dieser Zeit lässt ihn nicht los. Dafür steht „Schilksee“, wo die olympischen Segelwettbewerbe stattfanden. Ein Ort, der die Stimmung der 1970er Jahre bewahrt, ohne musealisiert worden zu sein. Zum Foto-Essay >>>
Zum Abschluss eines ambitionierten Forschungsprojektes zum Thema Schalenbau wird vom 28. Juni bis zum 3. Juli 2022 eine Konferenz in Zürich Aufschluss über die zahlreichen Schalen Heinz Islers geben – nachdem die Werke von Felix Candela und Ulrich Müther bereits in Kongressen erläutert wurden. Einblicke in Islers Schaffen geben die Fotografien dieses Essays. >>>