Die Siedlung Westhausen wurde 1929-1931 erbaut und ist die letzte Siedlung des „Neuen Frankfurt“. Lena Bils ist bei ihren Streifzügen durch die Siedlung aufgefallen, dass die Bewohner:innen recht freizügig ihren Sperrmüll vor die Tür stellen. Diesen Sperrmüll hat sie gesammelt und daraus direkt vor Ort skurrile Skulpturen gebaut, die sie an verschiedenen Orten der Siedlung platziert. Mit den Bildern und deren Titeln knüpft sie an den utopischen Gehalt der Siedlung an und stellt ihn in den Kontext von heute. Zum Foto-Essay >>>
Das Postamt, das Friedrich und Ingeborg Spengelin 1970-74 in Hamburg gebaut haben, wird abgerissen. Den Slogan der Abrissfirma, "Freiraum für Neues", kann man zynisch nennen – findet zumindest Wilfried Dechau, der nach Hamburg gefahren ist und das fabelhafte Gebäude in der City Nord fotografiert hat. Zum Foto-Essay >>>
Marmor ist ein Material, das seine Faszination trotz aller vulgärer Verwendung nie eingebüßt hat. Schon der Abbau ist ein einzigartiges und beeindruckendes Schauspiel. Arne Fentzloff hat es der cremeweiße bis hellbeige Daino-Marmor angetan, der an der Ostküste Sardiniens abgebaut wird. Die Aufnahmen entstanden am frühen Morgen ab 5 Uhr, zu einer Zeit, in der weder Schlagschatten noch zu starke Kontraste dominieren. Zum Foto-Essay >>>
Seit den 1970er-Jahren dokumentiert Ulrich Wüst den Zustand und die Entwicklung ostdeutscher Städte. Mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern, die wunderbar präzise das fragile Gleichgewicht zwischen vermeintlicher Objektivität und subjektiver Ironie halten, kommentierte er die Veränderung der Städte und den Verlust der gesellschaftlichen Vision zu DDR-Zeiten. Zum Foto-Essay >>>
Kairo hat eine noch aus der Zeit des 19. Jahrhunderts und der Zeit des Kolonialismus herrührende Tradition des Stuckhandwerks, die sich über das 20. Jahrhundert weiterentwickelt und auf eine gewisse Weise verselbständigt hat. Die zur Straße geöffneten Werkstätten, in denen dieses Handwerk praktiziert wird, sind gleichzeitig Showroom, Innenwände und Fassaden sind mit Mustern übersät und fungieren wie ein Katalog. Werbung und Produktanwendung verschmelzen auf eine improvisierte und nicht planbare Weise, sie schaffen mit der gestischen Qualität der Ornamente eine neue Realität, die die Grenze zwischen Oberfläche und Materialität aufhebt. Zum Foto-Essay >>>