Am Beispiel des Stadtteils Novi Beograd in Belgrad, Serbien, stellte sich Marius Svaleng Andresen die Frage, ob und wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Architektur verändert, wenn Städte wachsen und dichter werden? Anhand von Interviews mit den Bewohner*innen des Viertels und Fotografien, die Dokumentation und Kunst vermischen, erkundet Svaleng Andresen, was sich hinter den Fassaden der brutalistischen und sozialistisch-modernistischen Gebäude verbirgt. Zum Foto-Essay >>>
Auf Almeria, einer Halbinsel im Süden Spaniens, erstreckt sich auf einer Fläche von 360 Quadratkilometern - das entspricht etwa 50.000 Fußballfeldern – das größte Gewächshausgebiet der Welt. Tomaten, Paprika, Gurken und Wassermelonen wachsen unter einem Meer aus Plastik. Die der Topografie angepasste Struktur ähnelt in den Luftbildern Tom Hegens Zellen, wie sie sich unter dem Mikroskop zeigen. Diese Struktur macht aus Landschaft eine abstrakte Visualisierung des Geländeverlaufs. Die Fotoserie veranschaulicht so die weitreichenden Auswirkungen der menschlichen Präsenz auf der Erde. Zum Foto-Essay >>>
Fotografie in Zeiten, in denen wir mit KI und Fakenews konfrontiert sind, muss sich als Dokumention der Geschichte bewähren. Die Inselgruppe Sansibar kann auf eine Jahrtausende alte, multikulturelle und unterdrückungsreiche Geschichte zurückblicken. Und heute? Die Fotografien vermitteln den Eindruck einer eigenständigen Welt. Zum Foto-Essay >>>
In den Niederlanden von heute ist jeder Quadratmeter Landfläche präzise geplant, jeder Kubikmeter Wasser ist in ein kontrolliertes System aus Deichen, Schleusen und Kanälen eingebunden, jede Luftbewegung trifft auf unzählige Windkraftanlagen. Das Land, das einst als schwer bewohnbares Sumpfland galt, steht heute fast symbolhaft für die radikale Veränderung der Umwelt durch den Menschen. Henrik Spohler geht der Frage nach, wie sich eine moderne Kulturlandschaft mit ihren komplexen historischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bezügen lesen und darstellen lässt. Zum Foto-Essay >>>
Die 1976 bis 1984 gebaute Siedlung High-Deck in Neukölln wurde genauso wenig gepflegt und baulich betreut wie die allermeisten Großsiedlungen in Deutschland. Die Entwicklung vom begehrten, modellhaften Wohnort bis zum sozialen Brennpunkt verlief deswegen so fatal zwangsläufig und so wenig nachhaltig wie vieles in der renditeorientierten Neubau-Republik. David Hiepler war im Februar 2023 in der Siedlung unterwegs – seine Fotografien zeigen in bestechender Prägnanz die Qualitäten von einst und die Spuren der Zeit. Zum Foto-Essay >>>