In vielen Orten steht die notwendige Sanierung des Nachkriegswohnungsbaus noch bevor. Für die Bewohner:innen sind solche Sanierungen eine von außen auferlegte Belastung, die sie nicht beeinflussen können und die sie verunsichert. Sie antworten darauf mit Rückzug und Misstrauen. Mit einer hoher Sensibilität spürt Lisa Kaufmann dieser Spannung in ihren Bildern von Siedlungsbauten nach und macht damit auf eine empathische Weise die Stimmungslage der Menschen sichtbar. Zum Foto-Essay >>>
Ein Jahr lang hat Jana Hartmann als »Darmstädter Stadtfotografin« auf Streifzügen durchs Stadtgebiet von Darmstadt das Spannungsfeld von Mensch und Natur, Stadt und Grün erforscht, entdeckt und festgehalten. In ihren Bildern vermeidet sie die vermeintliche Eindeutigkeit eines Gegenüber von Kultur und Natur, stellt statt dessen die Überlagerungen anthropogener Artefakte mit der mal kalkulierten, mal überraschenden Wirkung natürlicher Elemente als ambivalente Einheit dar. Zum Foto-Essay >>>
Kriege hinterlassen Spuren in Dörfern, Städten, Landschaften – und Menschen, weit über die Kriegszeit hinaus. Mit vielfach ausgezeichneten Fotografien dokumentiert der in New York geborene Byron Smith in seinem Buch die Ereignisse in der Ukraine. Zum Foto-Essay >>> Bild oben: Outside of Kupiansk, which was liberated from Russian occupation bei Ukrainian forces two months ago on November, 2022. Copyright: Byron Smith Zum Buch >>>
Akinbode Akinbiyi erhielt in diesem Jahr den Hanna-Höch-Preis der Stadt Berlin, eine umfangreiche Ausstellung zeigt sein Werk in der Berlinischen Galerie. Für seine Straßenaufnahmen wandert der international bekannte Fotograf und Autor der seit 1991 in Berlin lebt und arbeitet, durch die Metropolen dieser Welt. Berlin, Brasília, Durban, Lagos – der Stadtraum ist sein Arbeitsplatz, seine Bilder verdichten die Atmosphäre der Stadt zu Werken poetischer und thematischer Vielschichtigkeit. Zum Foto-Essay >>> (Bild: Akinbode Akinbiyi, Lagos Island, Lagos, 2004. Aus der Serie: „Lagos: All Roads“, seit den 1980er Jahren © Akinbode Akinbiyi)
Im Dezember 1942 gab die deutsche Besatzungsverwaltung den Befehl zur Auflösung und Planierung des jüdischen Friedhofs von Thessaloniki – ein auch im Kontext des Holocaust nahezu einmaliger Vorgang. Die Zerstörung wurde nach dem Ende der Besatzung fortgesetzt; der größte Teil des riesigen Areals wurde nach 1950 für den Bau der Aristoteles-Universität genutzt, der Rest für ein modernes Messegelände mit Fernsehturm. Zwischen den Messehallen stehen schnell gebaute Werbe-Pavillons, die nun selbst wieder zerfallen. Zum Foto-Essay >>>