In einem Interview sprach Juli Zeh vor kurzem über die Menschen in ihrem Dorf, die AfD wählen. Das führte zu einigen Diskussionen, die auch aufgriffen, wie die Stadt auf das Land schaut. Und dieses Diskussionen sind wichtig. Weil sie komplexer, als es manchen lieb sein könnte.
Umbauen, Sanieren, Erweitern haben sich zum selbstverständlichen Teil des Architekturpublizierens gemausert. Dennoch darf darüber nachgedacht werden darf, ob mit der gängigen Praxis alles eingeschlossen wird, was das Umbauen bedeuten kann. Das zeigt ein Projekt aus der Nähe von Stuttgart.
Wohnungsbau ist bekanntermaßen der politische Dauerbrenner. Möglichst viele Wohnungen, egal wo, egal wie, das scheint die Devise der Bundesregierung zu sein. Aber Wohnen heißt doch: ein Zuhause schaffen, es zuzulassen, dass das Zuhause gefunden wird. Drei aktuelle Beispiele zeigen, was das bedeuten kann
Wieder gibt es Streit um die Worte eines CDU-Politikers und Regierungsmitglieds. Doch dieses Mal ist etwas anders: Die Auseinandersetzung entzündet sich an einer Äußerung, die für einen kurzen Moment die Routinen des Politbetriebs durchbrach. Der Bundesaußenminister zeigte sich empathisch und nachdenklich. Anlass für eine kritische Reflexion.
Die ersten Wogen scheinen sich gelegt zu haben – aber das kein Grund zur Entwarnung. Denn hinter den Stadtbild-Äußerungen steckt mehr als nur eine ungeschickte Rethorik. Ein genauer Blick zeigt, wie gefährlich ist, was Merz und Söder gesagt haben. Sie suggerieren, es wäre besser, wenn die Stadt homogener wäre. Das geht ziemlich weit an der Wirklichkeit vorbei.
Studierte zunächst Kunst, dann Architektur in Aachen, Florenz und Stuttgart. War Redakteur der db, gründete mit Ursula Baus und Claudia Siegele 2004 frei04 publizistik. Schreibt Texte über Architektur und für freies Theater, macht Ausstellungen an der architekturgalerie am weißenhof und ist Landessekretär des BDA Hessen.
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