Mag auch der Sommer eine dafür bevorzugte Jahreszeit sein: Wandern kann man immer. Es ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung, es schafft Beziehungen zur Welt. Gehen macht bescheiden, aber nicht unterwürfig. Und es schärft auch die Sinne. Es schafft die Basis für eine Kritik, die nicht verurteilt.
In vier neuen Büchern wird konkret und anschaulich, wir die so oft und bislang wenig wirkungsvoll beschworene Bauwende vollzogen werden kann. Forderungen we...
Im Mai 2026 erschien von Jan-Werner Müller „Straße, Platz, Palast. Zur Architektur demokratischer Räume.“ Ein Gespräch über Würde, über transparente Architektur und über Räume, die Menschen ermöglichen sollten, Neues und Unvorhergesehenes zu tun.
Wie kann man in einer überregulierten Welt handlungsfähig bleiben – oder es wieder werden? Alle Bemühungen um Entbürokratisierung haben bislang nicht geholfen. Vielleicht, weil sie von einigen, die sie fordern, eigentlich nicht gewünscht ist. Aber auch, weil die Potenziale der Architektur dabei nicht genutzt werden. Das sollte man ändern.
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Studierte zunächst Kunst, dann Architektur in Aachen, Florenz und Stuttgart. War Redakteur der db, gründete mit Ursula Baus und Claudia Siegele 2004 frei04 publizistik. Schreibt Texte über Architektur und für freies Theater, macht Ausstellungen an der architekturgalerie am weißenhof und ist Landessekretär des BDA Hessen.
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