Social Design hat sich als neuer Begriff im letzten Jahrzehnt etabliert. Er steht für Gestaltung, die als verantwortlich für deren Wirkungen begreift und direkt darauf zielt, Benachteiligungen und Fehlentwicklungen zu begegnen. Eine Ausstellung in Hamburg zeigt, wie das aussehen kann.
Marktgeschrei (17) | Fahrverbote und Feinstaubperioden, blaue und grüne Plaketten, falsch und richtig installierte Messstationen, man muss Experte sein, um zu wissen, was passiert, worum es jeweils genau geht – mal um Feinstaub, mal um Kohlendioxid, mal um Stickoxid. Offensichtlich sollen wir denken, es sei besser, das Denken anderen zu überlassen.
Stilkritik (68) | In Berlin wird darüber gesprochen, ein für seine fragwürdigen Methoden bekannte Wohnungsunternehmen zu enteignen. Besser wäre es, auf andere Weise den Wohnungsmarkt gerechter zu gestalten. Aber gerade dafür muss man den Wunsch nach Enteignung sehr ernst nehmen. Das Problem: genau das haben viele Enteignungsgegner offensichtlich nicht verstanden.
So einfach wie möglich, koste es was es wolle – dieses Mies van der Rohe zugeschriebene Diktum scheint in der aktuellen Architektur ein nach wie vor gültiger Imperativ zu sein. Einfach heißt hier nicht unkompliziert, sondern abstrahiert und reduziert. Was macht Abstraktion so attraktiv? Eine Spurensuche
Studierte zunächst Kunst, dann Architektur in Aachen, Florenz und Stuttgart. War Redakteur der db, gründete mit Ursula Baus und Claudia Siegele 2004 frei04 publizistik. Schreibt Texte über Architektur und für freies Theater, macht Ausstellungen an der architekturgalerie am weißenhof und ist Landessekretär des BDA Hessen.
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