Sie sind auf merkwürdige Weise gleichzeitig fremd und vertraut. Nicht nur die sakrale Anmutung der Form, auch die Patina der kristallinen Gebilde geht eine eigenartig selbstverständliche Verbindung mit der alltäglichen Bergwelt ein, die jenseits von Romantik und Idyllisierung vom kraftzehrenden Leben dieser Umgebung, vor allem aber auf eine fast beunruhigend beiläufige Weise vom Selbstbewusstsein einer Gesellschaft erzählt, die die alte Mühsal hinter sich gelassen hat. Victor S. Brigola hat die Anziehungskraft der Lüftungsbauwerke des Arlbergtunnels ins Bild gesetzt. Zum Foto-Essay >>>
Gegenwärtig deutet am Stuttgarter Bonatz-Bahnhof alles auf eine Art Operation am offenen Herzen. Und man staunt, was sich, bevor der Bahnhof komplett umgekrempelt wird, alles offenbart. Wilfried Dechau hat sich auf der Durchreise Zeit für Momentaufnahmen genommen, die den eigentümlich morbiden Reiz der unwiederbringlichen Situation zeigen. Zum Essay >>>
1952 wird Gera Bezirksstadt. Damit hält moderne Architektur Einzug in die Stadt. Seit den 1990er und 2000er Jahren verschwanden jedoch viele spannende und typische Einzelbauten, städtebauliche Ensembles und Kunstwerke aus dem Stadtbild. In Christoph Liepachs Sammlung von Postkarten aus den 1950er bis 1980er Jahren wird die Erinnerung an sie festgehalten. Zum Foto-Essay >>>
„Stadt für alle“ ist ein Slogan, der seit Jahren ebenso zu Frankfurt gehört wie die explodierenden Mieten. Als Graffiti oder schnelle Schmiererei taucht er auf Mauern und Wänden, Brücken und Bauzäunen, sogar Mülleimern im öffentlichen Raum auf. Oliver Engelmann lichtet die Orte ab, an denen die drei explosiven Wörter zu lesen sind. Über 3.800 Aufnahmen von mittlerweile insgesamt 225 Graffiti und Aufklebern mit dem Slogan „Stadt für Alle“ sind dabei bislang entstanden. Eine Auswahl wird bis zum 13. Juni 2020 im Heussenstamm. Raum für Kunst und Stadt in der Frankfurter Braubachstraße 34 gezeigt. Zum Foto-Essay >>>
Alter, analoger Infrarotfilm nimmt Licht auf, welches wir mit bloßem Auge nicht wahrnehmen. Nahes Infrarotlicht wird besonders von Chlorophyll reflektiert – auf dem Film wird die grüne Stadt pink. Mit Hilfe dieses fotografischen Mittels zeigen die Bilder von Ben Kuhlmann, wo sich Grünflächen finden – und wo nicht. Zum Foto-Essay >>>