Besonders in Projekten, in denen nach gemeinwohlorientierten und partizipativen Leitlinien agiert wird, fungiert »Stadt für Alle« als Leitmotiv und Versprechen von Teilhabe und Inklusivität. Doch eingelöst wird das Versprechen in den meisten Verfahren nicht. Das muss aber nicht so blieben.
Die ersten Wogen scheinen sich gelegt zu haben – aber das kein Grund zur Entwarnung. Denn hinter den Stadtbild-Äußerungen steckt mehr als nur eine ungeschickte Rethorik. Ein genauer Blick zeigt, wie gefährlich ist, was Merz und Söder gesagt haben. Sie suggerieren, es wäre besser, wenn die Stadt homogener wäre. Das geht ziemlich weit an der Wirklichkeit vorbei.
Eigentum verpflichtet – ein Anspruch, der sich im Alltag der Stadtentwicklung oft nicht durchsetzen lässt. Um dem etwas entgegenzusetzen, wird die Orientierung auf das Gemeinwohl eingefordert und prämiert. Dennoch bleibt das Gemeinwohl schwer greifbar. Wie lässt sich die Offenheit des Begriffs besser nutzen?
Zum 100-jährigen Jubiläum des „Neuen Frankfurt“ zeigt das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main die Ausstellung „Yes, we care. Das neue Frankfurt und die Frage nach dem Gemeinwohl“. Gerda Breuer sprach mit Kuratorin Grit Weber darüber, wie der gesellschaftliche Fortschritt von damals heute relevant werden kann.
Die Zeiten ändern sich, und zwar rasant. Die Veränderungen werden bedrohlich, deswegen sollten wir uns ändern. Warum, wie – und wo wir genauer hinschauen soll...
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