Städte sind große Imaginationsmaschinen. Sie erzeugen Dramen und Komödien, sie lassen hoffen und träumen, sie konzentrieren Entwicklungen, die über ihre räumliche Ausdehnung weit hinausreichen, in ihnen aber konkret werden. Städte sind deswegen auch der Ort fortwährender Desillusionierung.
Dass Künstliche Intelligenz in unseren Lebensalltag eingreift, das wissen nun auch die, die sich für sie bislang nicht interessiert haben. Umso besser. Denn durch KI stellen sich uns vor allem die Fragen, die wir auch vorher schon nicht beantworten wollten. Es wird langsam Zeit, dass sich das ändert.
Die Räume und Häuser der Stadt zu erkunden, sie wertzuschätzen und zu kritisieren, dazu bedarf es guter Argumente und differenzierter Herangehensweisen. Vier Buchempfehlungen.
Fragen zur Architektur – Zu lange wurde der Städtebau von den Polen Haus vs. Stadt, öffentlich vs. privat geprägt. Das Entwerfen wurde im Städtebau zur Routine-Angelegenheit, das Bauen unempfindlich gegen das Entwerfen. Es deutet sich an, dass sich das ändert: die Grenzen zwischen Architektur und Städtebau weden durchlässiger, zumindest in der Architektur. Nun muss auch das Entwerfen im Städtebau aufgewertet werden.
2022 waren es 25 Jahre, seit „Zwischenstadt“ von Thomas Sieverts erschienen ist. Dass das Buch aktuell geblieben ist, erstaunt höchstens auf den ersten Blick erstaunlich. Im Gegenteil, über die Zwischenstadt kann gerade heute nicht genug diskutiert werden. Das zeigt sich etwa auch beim Thema Arbeit.
Studierte zunächst Kunst, dann Architektur in Aachen, Florenz und Stuttgart. War Redakteur der db, gründete mit Ursula Baus und Claudia Siegele 2004 frei04 publizistik. Schreibt Texte über Architektur und für freies Theater, macht Ausstellungen an der architekturgalerie am weißenhof und ist Landessekretär des BDA Hessen.
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