Der Frankfurter Architekturfotograf Thomas Mies legt in seinen Bildern kontingente Randphänomene frei, die sich aus dem Aufeinandertreffen von Volumen und Flächen ergeben. Diese Kollisionen engster Räume – ob periphere Hallen und Lager oder Kisten, Garagen und Geschosswohnungsbau – bergen einen Genius Loci eigener Art. Zum Foto-Essay >>>
Insel – der Titel der Arbeit von Grit Schwerdtfeger scheint zunächst eindeutig: Er verweist auf einen geografischen Ort, geprägt von Dünen, Watt, Deichen und Meer. Doch die Fotografien dieser Serie erzählen von weit mehr als einer Landschaft. Schwerdtfeger richtet ihren Blick auf das Unscheinbare und Alltägliche. So wird die Insel zu mehr als einem Ort. Der begrenzte Ausschnitt erscheint als Sinnbild der Wirklichkeit: vertraut und zugleich rätselhaft, geordnet und offen. Zum Foto-Essay >>>
Das Lichtspieltheater International wurde 1961 als Premierenkino Ostberlins von Josef Kaiser und Heinz Aust entworfen – ein Highlight der Ostmoderne. Nach sechzig Jahren Dauerbetrieb war nun eine Generalsanierung vonnöten, im Frühjahr 2024 begann der Berliner Fotograf Christoph Eckelt, die Arbeiten auf dieser nichtalltäglichen Baustelle mit der Kamera zu begleiten. Der Umbau des Kinos ist für den DAM-Preis 2027 nominiert. Zum Foto-Essay >>>
Zufällige Architektur nennt Jan Hora die Architektur, die nicht von Anfang an so geplant wurde, wie sie realisiert wurde, die im Prozess entstanden ist, bei der Pragmatik, begrenzte Ressourcen ebenso wie die Kunst der Improvisation eine Rolle spielen. Sie begegnet einem am häufigsten bei Umbauten und Sanierungen, aber es können auch völlig neue Werke entstehen. Entscheidend ist, dass dabei stets bereits vorhandene Fragmente verwendet werden, was einen gewissen Verlust an Kontrolle über den Plan mit sich bringt. Jan Hora bewundert Werke der "zufälligen Architektur, ihre Vielschichtigkeit, ihren Einfallsreichtum und ihre Ökonomie", er ist stets auf der Such nach ihr und nutzt sie für die eigene Arbeit. Für ein Foto-Essay hat er einige Beispiele der "Accidental Architecture" zusammengestellt. Zum Foto-Essay >>>
Angesichts einer perspektivisch anstehenden, aber noch ungeklärten Sanierung von Gottfried Böhms 1980 eröffnetem Kulturbau dokumentieren die Fotografien in diesem Essay den ungeschönten Ist-Zustand eines Denkmals, das zwischen skulpturalem Anspruch und pragmatischer Funktionalität oszilliert. Zum Foto-Essay >>>