Nach der Weltmeisterschaft hat wieder der Alltag in der Bundesliga begonnen. Aber der eigentliche Alltag des Fußballs findet nicht in den großen Arenen statt, sondern auf den unzähligen Fußballplätzen am Rand von Dörfern, in Quartieren, in den Städten, dort wo im Moment des Spiels vergessen wird, dass keine Champions League lockt. Diese Plätze gehören zur Stadt wie Kneipe, Tankstelle, Café, Eckladen. Mit den Torhütern rückt der Fotograf Hans van der Meer die Person in den Blickpunkt, die mal tragischer, mal gefeierter Held sein kann, aber oft auch einfach nur darauf wartet, gebraucht zu werden. Mit dieser Person im Mittelpunkt werden die Fußballplätze im Schwebezustand zwischen stillem Raum und intensiver Aktivität gehalten, der sie ausmacht. Zum Foto-Essay >>>
Es war mehr als ein Freizeitbau – das 1981 eröffnete Sport- und Erholungszentrum SEZ in Berlin. Durch Leerstand und ungeeignete Zwischennutzung befindet sich das SEZ in einem schlechten Zustand und ist vom Abriss bedroht. Doch noch ist nichts endgültig entschieden. Für Diskussionen über öffentliche und Dritte Orte, Orte der Daseinsvorsorge in der Stadt und die Notwendigkeit von architektonischem Substanzerhalt zur Bewahrung und Fortschreibung unserer kulturellen Identität, bis zu Fragen der Ressourcenökonomie ist ein Blick auf die architektonische Qualität essenziell – Kay Fingerle rückt mit ihren Bildern die ursprüngliche Architektur in ganzer Breite wieder in den Mittelpunkt. Zum Foto-Essay >>>
Nein, keine Wand, sondern ein Wall aus Bunkern. Zwischen 1942 und 1944 entstanden mehr als 17.000 schwere Artilleriebunker und über 100.000 weitere Bunker aller Art und Größe an der europäischen Atlantikküste. Die Fotografin war drei Jahre lang auf der Suche nach den Hinterlassenschaften und fotografierte eine Kulisse, die an Monströsität und Grauen nichts verloren hat. Zum Foto-Essay >>>
Der Frankfurter Architekturfotograf Thomas Mies legt in seinen Bildern kontingente Randphänomene frei, die sich aus dem Aufeinandertreffen von Volumen und Flächen ergeben. Diese Kollisionen engster Räume – ob periphere Hallen und Lager oder Kisten, Garagen und Geschosswohnungsbau – bergen einen Genius Loci eigener Art. Zum Foto-Essay >>>
Insel – der Titel der Arbeit von Grit Schwerdtfeger scheint zunächst eindeutig: Er verweist auf einen geografischen Ort, geprägt von Dünen, Watt, Deichen und Meer. Doch die Fotografien dieser Serie erzählen von weit mehr als einer Landschaft. Schwerdtfeger richtet ihren Blick auf das Unscheinbare und Alltägliche. So wird die Insel zu mehr als einem Ort. Der begrenzte Ausschnitt erscheint als Sinnbild der Wirklichkeit: vertraut und zugleich rätselhaft, geordnet und offen. Zum Foto-Essay >>>