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öffentlicher Raum

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Zur Disposition

Grenzen sind normal. Jede Geschichte, jede Entwicklung könnte man über Grenzen beschreiben: Wer sie zieht, was durch sie voneinander getrennt wird, wer ausgeschlossen wird, wie sie verschoben werden. Grenzen bestimmen Regeln des Zusammenlebens. Es gilt deswegen genau hinzuschauen, wenn eine Grenze verrückt wird. Symptomatisch: ein aktueller Fall aus Kassel.
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Normiert und normal

Gewalt als geplante, bürokratische, abstrakte Realität des Alltags – mit dem Handbook of Tyranny verstört Theo Deutinger gezielt. Formen sanktionierter Gewalt werden so unpersönlich, doch die Grenzen zu der Gewalt, die uns empört sind fließend. In technokratischen Zeichnungen und Diagrammen findet Deutinger eine Form, dem alltäglichen Zwang einen angemessenen Ausdruck zu geben.
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Menschen, die auf Straßen spucken

Stilkritik (49): Unter dem Pflaster kommt der Strand. Auf das Pflaster kommt das Kaugummi. Allzuoft, mag sein, und eine Zierde ist das bestimmt nicht. Aber wollen wir das wirklich, die Stadt, in der kein Kaugummi mehr auf der Straße landet? Wäre das nicht eine Form der Tyrannei? Und überhaupt: Gibt es nichts Wichtigeres? Doch gibt es. Der Fall Stuttgart.
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Die gentrifizierte Palette

Stilkritik (42) Die Gründe für eine allgegenwärtige Aneignung der Europoolpalette als architektonisches Element im öffentlichen Raum liegen auf der Hand: Sie ist stabil, standardisiert, kostengünstig, mehrwegfähig und vielseitig einsetzbar. Sie ist aber auch ein Zeichen für das Kreative, Unkonventionelle und Widerständige. Mit ihm schmückt sich inzwischen auch der konventionelle Mainstream.