So einfach wie möglich, koste es was es wolle – dieses Mies van der Rohe zugeschriebene Diktum scheint in der aktuellen Architektur ein nach wie vor gültiger Imperativ zu sein. Einfach heißt hier nicht unkompliziert, sondern abstrahiert und reduziert. Was macht Abstraktion so attraktiv? Eine Spurensuche
Jörg H. Gleiter lehrt Architekturtheorie an der TU Berlin und legte jetzt den ersten von drei Bänden zur jüngeren Genese architekturtheoretischer Entwicklun...
Marktgeschrei (16) | Von wem auch immer das schöne Bonmot stammt, Jubiläen seien etwas für fantasielose Journalisten – der in diesem Sinne fantasielose Journalist hat ein gutes Jahr vor sich. Rembrandt, Leonardo, Fontane, Alexander von Humboldt. Und, genau, das Bauhaus. Dem widerfährt nun ein zweifelhaftes Schicksal. In einer manchmal artemberaubenden Unbedarftheit werden Klischees breitgetreten. Armes Bauhaus.
Na, geht doch: Schon bevor der Bundespräsident am 16. Januar mit einer wenig inspirierenden Rede die Bauhaus-Begeisterung zur neuen deutschen Kulturstaatsräson ausrufen konnte, rumorte an verschiedenen Orten unüberhörbar Dissidenz. Zumindest in Berlin waren die ersten Wochen des Jubiläumsjahres dicht gepackt mit Veranstaltungen, bei denen vom Mainstream kräftig abgewichen wurde.
Am 25. Januar wurde zum zwölften Mal der „DAM Preis für Architektur in Deutschland“ vergeben. Der Preis ist darauf angelegt, langfristig wichtige Entwicklungen zu dokumentieren und den Architekturdiskurs zu prägen. Wie wertvoll diese Impulse sind, zeigt sich aber erst dann, wenn sie auch von denen aufgegriffen werden, die über Alternativen verfügen.
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