Zu den Versuchen, mit den krachenden Wahlniederlagen im September umzugehen, gehörte die Einschätzung von Friedrich Merz, der eingeschlagene politische und reformatorische Kurs sei richtig, die Reformen müssten dabei aber den Menschen besser erklärt werden. Nein, daran liegt es nicht. Friedrich Merz ist da kein Einzelfall.
Im Mai 2026 erschien von Jan-Werner Müller „Straße, Platz, Palast. Zur Architektur demokratischer Räume.“ Ein Gespräch über Würde, über transparente Architektur und über Räume, die Menschen ermöglichen sollten, Neues und Unvorhergesehenes zu tun.
Der Begriff der Heimat hat in Krisenzeiten Konjunktur – meist allerdings als ein nostalgisches oder sogar reaktionäres Konzept. Damit könnte sich die Krise der Demokratie verschärfen. Wendet man den Heimatbegriff so, dass er in die Zukunft weist, könnte er ein Mittel gegen die Krise sein, die seine Konjunktur begünstigte.
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Bei Studio Formagora entscheiden nicht nur die Gestalter:innen, was entsteht – sondern auch die Nachbarschaft, Geflüchtete, Vereinsmitglieder, Kinder. Zusammen bauen sie Bänke und Stadtmöbel für den öffentlichen Raum. Ein Gespräch darüber, weshalb Partizipation nicht schmückendes Beiwerk, sondern Kern des Gestaltungsprozesses ist.
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung