Der Begriff der Heimat hat in Krisenzeiten Konjunktur – meist allerdings als ein nostalgisches oder sogar reaktionäres Konzept. Damit könnte sich die Krise der Demokratie verschärfen. Wendet man den Heimatbegriff so, dass er in die Zukunft weist, könnte er ein Mittel gegen die Krise sein, die seine Konjunktur begünstigte.
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Bei Studio Formagora entscheiden nicht nur die Gestalter:innen, was entsteht – sondern auch die Nachbarschaft, Geflüchtete, Vereinsmitglieder, Kinder. Zusammen bauen sie Bänke und Stadtmöbel für den öffentlichen Raum. Ein Gespräch darüber, weshalb Partizipation nicht schmückendes Beiwerk, sondern Kern des Gestaltungsprozesses ist.
Es steht mit der Demokratie gerade nicht so gut, beobachten wir allüberall. Und zwar, wo sich Machtverhältnisse in scheinbar gefestigten Demokratien unerwartet ...
Eine offene Gesellschaft braucht den offenen Diskurs. Und die Bereitschaft, ihr Erbe anzunehmen und sich mit ihm auseinanderzusetzen. Es gibt viele, die sich ...
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