Stilkritik (90) | Die Corona-Zeit, soviel lässt sich schon bilanzieren, war zumindest bis heute auch eine der blühenden Phrasen. Das wurde deutlich, weil die Krisenzeit die Dinge wie unter einem Brennglas schärfer sichtbar macht, um gleich mal ein Beispiel zu geben. Beobachtungen von Schlägereien und schwarzen Tagen.
Mit der aktuellen Pandemie steigt die Nutzung digitaler Instrumente stark an. Damit werden neue Optionen für die räumliche Organisation von Nutzungen denkbar, werden mögliche Konsequenzen der Digitalisierung schärfer konturiert. Vor allem aber wächst damit auch die Notwendigkeit, sich damit auseinanderzusetzen, welchem Leitbild wir folgen wollen, wer von Digitalisierung profitieren soll, welche Idee von Stadt wir haben. Noch haben wir die Wahl.
Der Wunsch nach Orientierung ist groß. Was macht die Krise mit uns, was aus den Städten? Wird irgendwann alles gut? Sicher nicht. Wir müssen damit leben, dass das Wissen nicht ausreicht, um Entscheidungen zu treffen. Das ist eigentlich nicht neu: Architekten und Planer müssten das kennen.
Fragen zur Architektur | Auch wenn es oftmals noch suggeriert wird: Schon lange geht es nicht mehr darum, ob wir Digitalisierung begrüßen oder ablehnen. Es geht um Gestaltung. Und es geht darum, dass Technik keine Probleme löst, solange wir nicht darüber reden, was uns wichtig ist und wie wir uns das Zusammenleben vorstellen.
In dicht besiedelten Städten sind echte Freiräume rar geworden. Freiräume werden seit den 1990er Jahren in der Stadtplanung als heterogene Kulturlandschaften gesehen, dazu gehören auch produktive Freiflächen, die landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzt werden.
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