Stilkritik (90) | Die Corona-Zeit, soviel lässt sich schon bilanzieren, war zumindest bis heute auch eine der blühenden Phrasen. Das wurde deutlich, weil die Krisenzeit die Dinge wie unter einem Brennglas schärfer sichtbar macht, um gleich mal ein Beispiel zu geben. Beobachtungen von Schlägereien und schwarzen Tagen.
Direkt nach Beginn der Krise begann der Lehrstuhl Planungstheorie der RWTH Aachen damit, Planerinnen und Planer, Forschende sowie Stadtmacherinnen und Stadtmacher über ihre Einschätzungen der durch die Krise bedingten Veränderungen zu befragen. Aus den inzwischen 13 Gesprächen lässt sich eine erste Bilanz ziehen.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben gewaltige Auswirkungen auf die Gesellschaft. Wie handhaben verschiedene Disziplinen der Architektur die Krise mit all ihren Phänomen? In dieser Serie befragen wir unterschiedliche Akteure aus dem Bereich der Architektur-Produktion, den Anfang macht das Ausstellen.
Der Wunsch nach Orientierung ist groß. Was macht die Krise mit uns, was aus den Städten? Wird irgendwann alles gut? Sicher nicht. Wir müssen damit leben, dass das Wissen nicht ausreicht, um Entscheidungen zu treffen. Das ist eigentlich nicht neu: Architekten und Planer müssten das kennen.
Wie geht es weiter in der Mobilität? Schon vor wenigen Wochen hatten wir Skepsis geäußert, dass sich nach den einschneidenden, krisenbedingten Veränderungen unserer Arbeits- und Lebensverhältnisse etwas ändern werde. Etwa daran, dass wir über unsere Verhältnisse leben, Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen üben, Profitgierige in die Schranken weisen. Leider bestätigt sich die Skepsis am Beispiel Mobilität.
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