Die Stimmung in den Städten ist merklich angespannt – der Ausverkauf öffentlichen Eigentums, Verdrängung, die auch hier spürbaren Folgen des Klimawandels und des allzu sorglosen Umgangs mit Ressourcen lassen fragen, wie es weitergehen kann. Drei neue Publikationen zur Zukunft des Städtischen.
Stilkritik (72) | Mit einer "Düsseldorfer Erklärung zum Städtbaurecht" wurde durch das "Deutsche Institut für Stadtbaukunst" im Rahmen der jährlichen Veranstaltung "Zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt" Änderungen in der Baunutzungsverordnung gefordert. Dazu gibt es einiges klarzustellen. Zum Beispiel, dass eine auf ein eingeschränktes Vokabular verkürzte europäische Stadt nicht im Sinne der Leipzig Charta ist, auf die man sich meint berufen zu dürfen.
Die Heilbronner Bundesgartenschau ist nicht nur Vehikel, um den Stadtumbau voranzutreiben, sie repräsentiert auch den Anspruch der Stadt am Neckar, aktiv und beispielgebend die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen. Um diesen Anspruch zu dokumentieren, hat man die Gartenschau gleichzeitig als Stadtausstellung ausgerufen. Etwas mehr Experimente hätte allerdings sein dürfen.
Marktgeschrei (17) | Fahrverbote und Feinstaubperioden, blaue und grüne Plaketten, falsch und richtig installierte Messstationen, man muss Experte sein, um zu wissen, was passiert, worum es jeweils genau geht – mal um Feinstaub, mal um Kohlendioxid, mal um Stickoxid. Offensichtlich sollen wir denken, es sei besser, das Denken anderen zu überlassen.
Zukunftsorientierte Stadtplanung braucht Disruptionen – beispielsweise als urbane Sonderentwicklungszonen. Welche Chancen das gerade im Bestand eröffnen könnte, zeigt das Beispiel Ihme-Zentrum in Hannover: Ein Fall, der aussichtslos schien.
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