Die Debatten um Architektur und Städtebau werden immer mehr vom Bauen im Bestand beherrscht. Allerdings mit einem eingeschränkten Blick, wird darunter doch noch allzu oft der Umbau von Stadtzentren und zentrumsnahen Arealen verstanden. Gewerbegebiete tauchen in diesen Diskussionen so gut wie nie auf. Warum eigentlich?
Unsere Städte entstehen in der komplexen Abwägung von Interessen, aber auch in einer ebenso vielschichtigen Zusammenarbeit von Fachleuten, Bürgerschaft und Verwaltung. Transparente Verfahren mit nachvollziehbar ineinandergreifenden Schritten sind dafür sie Basis. Warum ist der Prozess zum Molkenmarkt in Berlin kein Prototyp dafür?
Es ist wieder so weit. Die Bürger fahren in Urlaub, die Autobahnen sind verstopft, die Züge bleiben wegen Überlastung stehen – weite Teile der Gesellschaft sind...
Wie können wir Region und Landschaft, Orte und Vernetzungen im regionalen Maßstab so denken, dass sie gestaltbar werden? Wie können die Leerstellen einer dualistischen Sichtweise auf Kultur und Natur, Stadt und Land so verstanden und genutzt werden können, dass eine wirksame ökologische Politik für den Lebensraum des Menschen möglich ist?
Bruno Latour und Thomas Sieverts haben sich lange und auf je eigene Weise mit dem „Dazwischen“, mit hybriden Räumen, mit nichtmenschlich-menschlichen Kollektiven beschäftigt und die eingeübte dualistische Sichtweise auf Stadt und Natur hinterfragt. Aber sind ihre Arbeiten wirklich eine Hilfe, um der Klimakatastrophe zu begegnen?
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