Nicht zuletzt der jüngst verstorbene Friedrich Achleitner hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Architektur aus Österreich in Deutschland nicht nur gut bekannt ist, sondern sich außerordentlicher Beliebtheit erfreut. Dennoch lassen sich immer wieder Neuentdeckungen im vermeintlich bekannten Terrain machen.
Die Figur ist ambivalent, das mit seinem Namen verknüpfte Buch gilt Architekten und Architektinnen immer noch als unverzichtbar. Eine umfangreiche Veröffentlichung untersucht die Entstehung der Bauentwurfslehre von Ernst Neufert und fragt nach ihren Wirkungen.
Österreichs Architekturentwicklung wäre ohne Friedrich Achleitner, den Schriftsteller, Kritiker, Chronisten, anders verlaufen. Achleitner kannte eigentlich alles, was in Österreich steht, aus eigener Anschauung und erwarb sich unter anderem die Bezeichnung "Gewissen der Architektur". Sein Werk wirkte weit über Österreich hinaus, wo für ihm u. a. 2008 der Schelling Architekturtheoriepreis verliehen wurde.
Marktgeschrei (16) | Von wem auch immer das schöne Bonmot stammt, Jubiläen seien etwas für fantasielose Journalisten – der in diesem Sinne fantasielose Journalist hat ein gutes Jahr vor sich. Rembrandt, Leonardo, Fontane, Alexander von Humboldt. Und, genau, das Bauhaus. Dem widerfährt nun ein zweifelhaftes Schicksal. In einer manchmal artemberaubenden Unbedarftheit werden Klischees breitgetreten. Armes Bauhaus.
Na, geht doch: Schon bevor der Bundespräsident am 16. Januar mit einer wenig inspirierenden Rede die Bauhaus-Begeisterung zur neuen deutschen Kulturstaatsräson ausrufen konnte, rumorte an verschiedenen Orten unüberhörbar Dissidenz. Zumindest in Berlin waren die ersten Wochen des Jubiläumsjahres dicht gepackt mit Veranstaltungen, bei denen vom Mainstream kräftig abgewichen wurde.
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