50 Jahre ist das Stuttgarter Institut alt, das als erstes in Deutschland explizit der Architekturtheorie gewidmet wurde. Das Jubiläum wurde würdig und ausgiebig begangen, die Institutsgeschichte beleuchtet. Eine Geschichte, die sich für den neuen Lehrstuhlinhaber auch als Last erweisen könnte.
Carten Ruhl geht im dritten Teil seines Essays über Alltag und Architektur der Frage nach, wie weit – wie erschreckend weit – die Verbindung Mensch-Maschine reichen kann. Die Frage nach dem Alltäglichen und der Architektur wird damit nicht einfacher. Aber eine Antwort darauf, was für Alltägliches und hohe Baukunst gleichermaßen gelten kann, lässt sich immerhin geben.
Im zweiten Teil des Essays über Alltag und Architekturgeschichte nimmt der Autor in den Blick, wie die abstrakten architektonischen Ausdrucksweisen mit dem Alltag und der Realität in Verbindung gebracht werden sollten.
Der Alltag — Orientierung und Maßstab in der Architekturgeschichte? Teil 1: Architektur auf ihre Rolle im Alltag zu befragen, ist kein leichtes Unterfangen, denn das Alltägliche lässt sich kaum als etwas betrachten, das außerhalb von uns wäre. In der Architekturgeschichte spielt das Alltägliche deswegen kaum ein Rolle. Architektur soll im Gegenteil gerade nicht alltäglich sein.
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