Geschichte ist eine wichtige Größe im Planungsdiskurs. Umso mehr erfreuen Entdeckungen, umso mehr stellt sich die Frage nach der Relevanz für die Planung von heute, um erstaunlicher aber auch Lücken, die sich ausmachen lassen. Aber auch Neues muss gewagt werden – drei Empfehlungen.
Ein Blick in die Geschichtsbücher von Architektur und Städtebau zeigt, dass es nicht an Ideen und Vorstellungen mangelt, wie „richtige“ Stadt oder „ideale“ Architektur auszusehen habe. Doch in der Realität bleiben nur Versatzstücke, Unvollständiges zurück. Daran zeigt sich, wie wenig Architekt:innen von den Herstellungsbedingungen der Räume verstehen, in denen sie arbeiten.
Die sich gegenseitig befruchtende Mischung von Wohnen und Gewerbe ist ein wohlgereiftes Thema des Stadtplanungsdiskurses. Als „produktive Stadt“ wurde dieses Ideal in den letzten Jahren zum Leitbild. Und doch scheint die Wirklichkeit dem ersehnten Nebeneinander große Widerstände entgegen zu bringen. Warum gelingt eine echte Mischung der Stadt so selten?
Das spannungsvolle Thema, wie eine landesweite Entwicklung Metropolen, Agglomerationen und ländliche Räume verbinden könnte, ist wieder in der Versenkung verschwunden. Vielleicht nicht einmal zufällig – so recht ist nicht immer deutlich, was eigentlich zur Diskussion steht. Anregungen zu einer Diskussion, wie sie geführt werden könnte.
In den Großstädten wird es enger, doch noch scheint es nicht jenen Überlaufeffekt zu geben, von dem die ländlichen Räume profitieren. Aber es könnte bald soweit sein. Wir müssten dafür aber unser Bild von "dem" Land ändern – und nicht nur dieses.
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