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Region Ouest lausannois. (Bild:  Matthieu Gafsou)
Ein Blick in die Geschichtsbücher von Architektur und Städtebau zeigt, dass es nicht an Ideen und Vorstellungen mangelt, wie „richtige“ Stadt oder „ideale“ Architektur auszusehen habe. Doch in der Realität bleiben nur Versatzstücke, Unvollständiges zurück. Daran zeigt sich, wie wenig Architekt:innen von den Herstellungsbedingungen der Räume verstehen, in denen sie arbeiten. Es scheint, als fürchteten sie sich, dass es ihre Kompetenz beschneiden würde, wenn sie Aushandlungsprozesse und gewachsene, stabile, großräumige Strukturen berücksichtigten. Das Gegenteil ist der Fall.


„Städtebau.Positionen“ (15) | Die Serie versteht sich als öffnender Beitrag zum Diskurs über Stadt, als Panorama der städtischen Vielfalt und Themen, mit denen umzugehen wir herausgefordert sind.



Ein Blick in die heutigen Stadtlandschaften offenbart, dass es Architekt:innen kaum gelingt, ihre Ideen und Vorstellungen in die gebaute Stadt zu übersetzen. (1) Im besten Fall bleibt ein Ensemble erhalten, man kann sich aber auch schon glücklich schätzen, wenn einzelne Gebäude umgesetzt werden. Deren städtebauliche Relevanz bleibt aber marginal, selbst wenn viele Architekt:innen meinen, so Zeichen gesetzt zu haben, die zur Nachahmung anregen. Zu sehr haben sie sich mit dem Ideal beschäftigt und dadurch vom Alltag entfernt. (2)

Vergessen wird, dass Städtebau gesellschaftlich mitgetragen werden muss, denn Städtebau ist immer auch Gesellschaft und umgekehrt. (3) Um an der Stadt von heute mitarbeiten zu können, muss es den Fachleuten aus Architektur und Städtebau gelingen, eine Verbindung zu den alltäglichen Interessen, Bedürfnissen und Bedingtheiten herzustellen.

Das ist keine neue Erkenntnis. Camillo Sitte hält bereits um 1889 fest: „Sowohl das moderne Leben als auch die moderne Technik des Bauens lassen eine getreue Nachahmung alter Stadtanlagen nicht mehr zu, eine Erkenntnis, der wir uns nicht verschließen können, ohne in unfruchtbare Phantasterei zu verfallen. […]; nur wenn wir prüfen, worin das Wesentliche dieser Leistungen besteht und wenn es uns gelingt, das bedeutungsvoll auch auf die modernen Verhältnisse anzuwenden, kann es gelingen, dem scheinbar unfruchtbar gewordenen Boden eine blühende Saat abzugewinnen.“ (4)


Die Stadt des Alltags und die Rolle der Architekt:innen


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Luftbild Bonn (Bild: thomashendele, pixabay)

Um städtebauliche Ideen bedeutungsvoll in die heutige Stadtwirklichkeit zu übertragen, ist es also erforderlich, sich damit auseinanderzusetzen, weshalb Stadt so geworden ist, wie sie heute ist. Dabei zeigt sich: Die Stadt des Alltags ist Resultat gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse und nicht von Planung. Im Alltag handelt niemand alleine. Damit steht dem Wissen der Expert:innen, das sich auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit bezieht, immer die Vernunft eines Kollektivs auf der Suche nach einer gemeinsamen Zukunft gegenüber. (5) Städtebau im Alltag ist kollektives Experiment im gesellschaftlichen Labor (6) – vorgezeichnete oder vorbestimmte Wege gibt es ebensowenig wie Wiederholungen. Architekt:innen sind Akteur:innen unter vielen, und ein Blick in die heutigen Stadtlandschaften zeigt schmerzlich: Sie sind nicht unentbehrlich. (7) Ihre Aufgabe ist es, auf Basis ihres räumlichen Wissens städtebauliche Vorstellungen zu entwickeln. Gleichzeitig aber müssen sie auch Verbündete finden, damit sich die Handlungsketten von Architektur und Städtebau verlängern und auf die Konturen der Stadtlandschaften von morgen übertragen. (8)

Raum(infra)strukturen als wichtige Verbündete

Als wichtige Verbündete in der städtebaulichen Praxis erweisen sich Raum(infra)strukturen, die den gesellschaftlichen Wandel überdauert haben. Die morphologische Betrachtungsweise der Stadt zeigt, wie Raumstrukturen, über Jahrhunderte hinweg ein robustes, zusammenhängendes Grundgerüst ausgebildet haben, innerhalb dessen sich die Stadt des Alltags zu entfalten vermag.

Das wohl bekannteste Beispiel solcher morphologischer Untersuchungen in der Architekturgeschichte ist die Stadt Florenz. Noch heute lassen sich Handelswege und Stadtbefestigungen bis hin zum überformten Amphitheater aus der Zeit der Römer am Stadtkörper des historischen Zentrums ablesen, ebenso außerhalb gelegene Entwässerungsstrukturen, die einst von den Römern zur Trockenlegung der Poebene angelegt worden sind. Hier zeigt sich, in den Worten des Architekturhistorikers Sylvain Malfroy, eine „Präsenz der Dinge“, welche Form und Gestalt der Stadt von heute maßgeblich mitprägt. (9)

Strukturen überdauern den gesellschaftlichen Wandel jedoch nicht aufgrund bloßer Historizität, sondern weil stetig neue gesellschaftliche Interessen in sie eingeschrieben werden können. Flüsse etwa werden befestigt, um Naturgefahren vorzubeugen, Sümpfe trockengelegt, um fruchtbares Land zu gewinnen, Wohn- und Ökonomiegebäude der kurzen Wege halber direkt an den Handelswegen errichtet, Bestandsbauten umgenutzt und erweitert. Die Entwicklung von immer leistungsfähigeren Transportmitteln führt dazu, dass Wegenetze weiter ausgebaut werden. Aufgrund solcher gesellschaftlicher Einschreibungen sind Raum(infra)strukturen unverrückbar geworden, weil sie immer auch Formen gesellschaftlicher Strukturen sind, was sie zu wichtigen Verbündeten in der städtebaulichen Praxis macht. (10) Hinzu kommt: Da Menschen biografische Bindungen zum Raum entwickeln und Raum Teilidentitäten des Menschen mitbestimmt, schaffen überdauernde Raumstrukturen gemeinsame, integrierende Bezugspunkte und verbinden auch Generationen von Menschen untereinander. Gleichzeitig sind ebendiese Raum(infra)strukturen funktionalräumlich bestimmt, reichen über Grenzen hinweg, setzen unterschiedlichste Gebiete zueinander in Beziehung. Und sind damit Antwort auf die großen Defizite städtebaulicher Praxis, die insbesondere den parzellen- und grenzüberschreitenden, funktionalräumlichen Maßstab, aber auch die Beziehung von Menschen zu ihrem unmittelbaren baulichen Umfeld zu wenig berücksichtigt.

Landschaftspark Duisburg-Nord - vom Sinterplatz aus

IBA Emscher Park: Landschaftspark Duisburg-Nord. (Bild: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Zwei Beispiele

Wie gewinnbringend das Arbeiten mit räumlichen und damit auch gesellschaftlichen Eigenarten in der städtebaulichen Praxis ist, zeigt sich beispielsweise am Emscher Park, der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1989–1999 entwickelt wurde. Dabei wurden die Emscher, die von industrieller Nutzung geprägte Landschaft und die baulichen Zeugnisse der Industriegeschichte zum Ausgangspunkt genommen, um eine fragmentierte, aus verschiedenen Städten bestehende Region zu revitalisieren und neu wahrzunehmen, indem man neue Beziehung schuf. Die dadurch hervorgerufenen Impulse haben der Region schließlich neue ökologische, wirtschaftliche, bildungslandschaftliche Prosperität verschafft.

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Präsenz der Dinge und robustes Grundgerüst in Ouest lausannois. (Skizze: Feddersen & Klostermann)

 

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College de Dallaz, Bussigny, Region Ouest lausannois. (Bild: Matthieu Gafsou)

Ein jüngeres, aber ähnlich gelagertes Beispiel für gute städtebauliche Praxis findet sich in der Schweiz, westlich von Lausanne. Dort hatte die Kantonsregierung aufgrund überschrittener Messwerte für Luftbelastung im Jahr 2000 einen Planungsstopp für die aus acht Gemeinden und der Stadt Lausanne bestehende Region verfügt. (11) Das daraufhin mit der Revitalisierung und gemeinsamen Entwicklung beauftragte Architektur- und Städtebaubüro Feddersen & Klostermann rückte in seiner Arbeit die räumlichen Verbindungen der Region Ouest lausannois in den Vordergrund, um die politisch-administrativen Grenzen zu überwinden. (12) Ein aus Karton und Papier angefertigtes konzeptionelles, städtebauliches Modell des Grundgerüsts der verbindenden Raum(infra)strukturen machte die dringend notwendige, aber auch sinnstiftende, grenzüberschreitende Zusammenarbeit für die verantwortlichen Politiker:innen sichtbar. Der Architekt Pierre Feddersen spricht in seinen Vorträgen über die Arbeit mit den Raumstrukturen sowie historischen und/oder kulturell bedeutsamen Orten denn auch von vorgefundenen Schätzen, die es in der städtebaulichen Arbeit entsprechend in Wert zu setzen gelte. (13)

Emscher Park und Ouest lausannois sind dabei Stadtentwicklungen, bei denen städtebauliche Vorstellungen über Jahrzehnte hinweg aufrechterhalten werden müssen, um konkrete Resultate nach sich zu ziehen.  Entsprechend wichtig ist die Resilienz der Planungen. Entsprechend wichtig ist die Resilienz der Planungen. Deswegen sollten städtebauliche Konzeptionen, die zuvor beschriebenen räumlichen und damit auch gesellschaftlichen Eigenarten in das städtebauliche Grundgerüst aufnehmen. So schaffen sie einen robusten räumlichen Rahmen für die Dynamik der Stadtentwicklung. Aus einer Formursache räumlicher Strukturen resultiert hier also auch eine Wirkursache. Das bedeutet jedoch nicht, den Status quo zu reproduzieren. Im Gegenteil.


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Das Rolex Learning Center in Lausanne, SANAA Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa, ist Teil der Entwicklung der Region Ouest lausannois. (Bild: Matthieu Gafsou)

Relationales Entwerfen als Arbeiten am Ort

Wie die Beispiele Emscher Park und Ouest lausannois zeigen, ist es möglich, städtebauliche Anliegen wie Ordnung, Orientierung und Erschließungsqualität an bestehende Raumstrukturen zu binden. Dies sichert langfristig öffentlichen Raum, Aufenthaltsqualität sowie Freizeit- und Naherholungsgebiete, was im Zusammenhang mit der dringend erforderlichen Innenentwicklung ebenso wie im Rahmen der aktuellen Pandemie von großer Wichtigkeit ist. Die grenzüberschreitenden Raumstrukturen setzen zudem die Zentralitäten des Alltags, baukulturelle Zeugnisse, öffentliche Bauten und gemeinschaftliche Institutionen zueinander in räumliche Beziehung. Gleichzeitig kann an der Geschichte der gebauten Stadt weitergearbeitet und können biografische Bindungen an den Raum gefestigt werden. Dieses Arbeiten und Anknüpfen erst schafft die Grundvoraussetzungen für die Lebendigkeit und damit Zukunftsfähigkeit eines Quartiers. Was die Beispiele Emscher Park und Ouest lausannois ebenfalls eindrücklich aufzeigen: Dies alles ist – und zwar unabhängig von den dringend erforderlichen, aber nur schleppend vorankommenden Verwaltungsreformen – auf regionaler Ebene durchaus möglich.

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EPFL, Nordquartier mit Architektur-Institut und Swiss Tech Convention Center im Hintergrund. (Bild: Matthieu Gafsou)

Über die grenzüberschreitenden Raum(infra)strukturen wird zudem beispielsweise das Problem der Starkregenfälle und des Regenwassermanagements zu lösen sein. Darüber hinaus bilden sie Grünraumvernetzungen und damit ausbaufähige Kaltluftschneisen. Grenzüberschreitende Raum(infra)strukturen lassen sich aber auch zur Energiegewinnung mit entsprechenden Solar- und Windanlagen aufrüsten und eignen sich zur Vernetzung ganzer Stadtregionen für den Langsamverkehr. Und schließlich reduziert das Arbeiten mit dem Bestand als Form von Bauteilrecycling unnötigen CO2-Ausstoß, den ein Tabula-rasa-Städtebau nach sich zieht.
Über das relationale Entwerfen, das Entwerfen in Bezügen, lassen sich so also Beziehungen unterschiedlicher Interessen und Notwendigkeiten herstellen, ohne dass dabei das Wissen von Architektur und Städtebau in Mitleidenschaft gezogen wird. (14) Ein solches relationales Entwerfen stellt denn auch die intellektuelle wie handwerkliche Fähigkeit der Architekt:innen in den Vordergrund, Leistungen, die es – anstelle der vielbeschworenen architektonischen Autonomie – in die Waagschale zu werfen gilt.


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Neugestaltung der Place du Marché in Renens, Region Ouest lausannois. (Bild: Matthieu Gafsou)

Städtebau der Assoziationen als Arbeiten vor Ort

Für ein Grundverständnis des Städtebaus hieße dies: Nicht die persönlichen Vorlieben des Entwerfenden gilt es in den Vordergrund zu stellen, sondern räumliche Strukturen zu entwerfen und zu festigen, die vergangene Ereignisse hervorgebracht haben und weitere zulassen. Und zwar selbst dann, wenn man nicht weiß, wie, wann und ob diese überhaupt je eintreffen werden. (15) Es ist also ein Grundverständnis, das unerwartete Nutzungen zulässt, zu Bedeutungszuschreibungen einlädt und andere Wahrnehmungsmöglichkeiten antizipiert. (16) Dadurch werden vielseitig aneigenbare und vielschichtig nutzbare Raumangebote geschaffen, die weniger Vorstellungen historisch referenzierter Urbanität transportieren als vielmehr Lebensformen befördern, die die Vielfalt heutiger Figurationen von Urbanität bestimmen. (17)

Nichtsdestotrotz offenbart sich in diesem Zusammenhang ein weiteres städtebauliches Defizit alltäglicher Aushandlungsprozesse: Im Alltag der Entscheidungsfindung werden andere Kriterien priorisiert als in Planungsbüros. Denn bei Entscheidungsträgern stehen nicht abstrakte städtebauliche Ideen an vorderster Stelle, sondern persönliche, individuelle Interessen und Ziele wie Funktionalität, Kosten, Lage, Erschließung, wobei sich die Entscheidungsträger:innen umgekehrt der Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf den Raum meist nicht bewusst sind. (18) Für zukunftsfähigen Städtebau aber müssen diese stetig im Auge behalten und berücksichtigt werden. Und darum ist und bleibt ein Arbeiten der Planenden vor Ort innerhalb gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse zwingend erforderlich.

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Westpark Bochum mit Jahrhunderthalle. (Bild: Christian Holl)

So war es etwa für den Erfolg der IBA Emscher Park grundlegend, dass unter anderem der Geschäftsführer Karl Ganser die städtebaulichen Ziele der IBA immer wieder von neuem eingebracht hat. Und um in Ouest lausannois Aushandlungen und Entwicklungsdynamiken auf die zukünftige gemeinsame Entwicklung im Rahmen des Schéma directeur de l’Ouest lausannois (SDOL) zu beziehen, wurde 2003 die Architektin Ariane Widmer Pham als Directrice eingesetzt. Sie war bis 2019 dafür zuständig, die Akteur:innen in Ouest lausannois über Testplanungen, Workshops, Mitwirkungsverfahren – also die Arbeit vor Ort – hinter den SDOL zu versammeln und für die gemeinsame Umsetzung zu begeistern. Diese Aufgabe hat 2019 der Geograf und Raumplaner Benoît Bièler übernommen.

Mit jedem neuen Akteur, jeder neuen Akteurin, der oder die so eingebunden werden kann, verdichtet sich eine Stadtvorstellung – wird zur Stadtwirklichkeit. In diesem Sinne handelt es sich um einen Städtebau innerhalb gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse, in Echtzeit, vor Ort und mit einer städtebaulichen Absicht als Orientierung – oder, wie Pierre Feddersen es ausdrückt: „Man muss dranbleiben und die Idee immer wieder erklären.“ (19)

Hier zeigt sich ein „Städtebau der Assoziationen“, der sich nicht in einem Kampf um Alternativen erschöpft, sondern gemeinsames Arbeiten ebenso wie das Einbringen jeweils spezifischer Kompetenzen vor Ort erfordert. (20) Ein Städtebau, der sich bestehender gesellschaftlicher und räumlicher Eigenarten und kultureller Bedingtheiten bewusst ist und sich diese zunutze macht, um die Realisierungschancen lokal-spezifisch entwickelter und damit zukunftsfähiger Stadtvorstellungen zu verbessern. (21)


(1) Von Stadtgründungen in nicht demokratischen Staaten etc. abgesehen. Da ist das Machtverhältnis ein anderes.
(2)[sta_anchor id=“23″] Vgl. Stefan Kurath, „Realismus hinzufügen. Zur Überwindung der Dauerkrise in Städtebau und Stadtentwicklung“, in: Andri Gerber und Stefan Kurath (Hg.), „Stadt“ gibt es nicht! Unbestimmtheit als Programm in Architektur und Städtebau, DOM publishers, Berlin 2016, S. 177–197.
(3) Angelus Eisinger, Städte Bauen. Städtebau und Stadtentwicklung in der Schweiz 1940–1970, gta Verlag, Zürich 2004, S. 280.
(4) Camillo Sitte, „Der Städtebau in seinen künstlerischen Grundsätzen“, Birkhäuser, Basel 2002, S. 14 (Erstauflage 1889).
(5) Vgl. Bruno Latour, Das Parlament der Dinge. Für eine politische Ökologie, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, S. 296.
(6) Matthias Gross, „Kollektive Experimente im gesellschaftlichen Labor – Bruno Latours tastende Neuordnung des Sozialen“, in: Martin Voss und Birgit Peuker, Verschwindet die Natur? Die Akteur-Netzwerk-Theorie in der umweltsoziologischen Diskussion, transcript, Bielefeld 2006, S. 165–181.
(7) Stefan Kurath, Stadtlandschaften Entwerfen? Grenzen und Chancen der Planung im Spiegel der städtebaulichen Praxis, transcript, Bielefeld 2011, S. 445.
(8) Vgl. Eisinger 2004 (wie Anm. 3); vgl. Kurath 2011 (wie Anm. 6)
(9) Sylvain Malfroy und Gianfranco Caniggia, Die morphologische Betrachtungsweise von Stadt und Territorium, Triest Verlag, Zürich 2018, S. 50.
(10) Martina Löw, Raumsoziologie, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, S. 226.
(11) Lorette Coen (Hg.), Im Westen die Zukunft, infolio, Gollion 2012, S. 76.
(12) Gespräch mit Pierre Feddersen am 11. Dezember 2020.
(13) Pierre Feddersen anlässlich eines Vortrages organisiert durch die Zürcher Studiengesellschaft für Bau und Verkehrsfragen, ZBV, 16. Januar 2013, online >>>
(14) Kurath 2011 (wie Anm. 6), S. 545. 
(15) Ebd., S. 443; Rossi (2015): Aldo Rossi, Wissenschaftliche Selbstbiografie, Park Books, Zürich 2015, S. 19. 
(16) Stefan Kurath, „Mitwirkungen durch Architektur – oder ein Missverständnis mit fatalen Auswirkungen“, in: Andreas Jud, Philippe Koch (Hg.), Bauen ist Weiterbauen. Lucius Burckhardts Auseinandersetzung mit Architektur, Zürich: Triest 2012, S. 103-104.
(17) Andri Gerber und Stefan Kurath, „Vom Spiegelei zum Rührei“, DU 904, Dezember 2020, S. 18–21.
(18) Angelus Eisinger, „Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für das Stadtland Schweiz“, in: Angelus Eisinger und Michel Schneider (Hg.), Stadtland Schweiz, Birkhäuser, Basel 2003, S. 392.
(19) Ruedi Weidmann im Interview mit Pierre Feddersen, „Kann aus der wirren Vielfalt Stadt werden?“, Tec21, 47, 2012, S. 25.
(20) Vgl. Latour 2001 (wie Anm. 5), S. 289.
(21) Kurath 2011 (wie Anm. 6), S. 537.