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Bild: Christian Holl

Im Gespräch bleiben

Der Bestand ist die Grundlage zukünftigen Bauens. Und was heißt das für die Gestaltung? Ein Bezug auf das Alltägliche, das sich im Bestand manifestiert und sedimentiert, kann dabei helfen, die Rolle von Architekt:innen im permanenten Umgang mit dem Bestand zu bestimmen. Das ist Herausforderung und Entlastung zugleich.

Zurück zum Beton

Bis 2027 wird das Mainzer Rathaus, 1968-1973 von Arne Jacobsen und Stefan Weitling geplant und gebaut, saniert. Im Auftrag des Büros Dietz Joppien Hammerschmidt/DJH, die mit der Sanierung befasst sind, entstanden Fotografien zu einem Zeitpunkt, als die auf den Rohbau zurückgeführte Baustelle wie eine Reinkarnation der Entwurfsidee von Jacobsen und Weitling wirkte. Zudem zeigt sich, dass Beton in seiner Leistungsfähigkeit unbedingt erhaltenswert ist. Zum Foto-Essay
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Wortwahl: zeitlos

Stilkritik (127) | Je näher man ein Wort anschaut, desto ferner sieht es zurück, so ein Karl Kraus zugeschriebener Aphorismus. Mit dem unter Architektinnen und Architekten so beliebten „zeitlos“ ist es ähnlich. Je mehr man sich fragt, was damit eigentlich bezeichnet werden soll, desto unklarer wird es, umso mehr Antworten lassen sich finden. Vielleicht ist es daher besser, „zeitlos“ nicht zu verwenden. Am Ende wird einem noch unterstellt, man habe die Hoffnung auf eine gute Gestaltung aufgegeben.